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Ausschuss für Kultur und Medien
 

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Grußwort zur film20Konferenz

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Filmschaffende und Filmfreunde!

Ihrer heutigen ersten Fachkonferenz wünsche ich ein sehr gutes Gelingen! Ich freue mich, dass sie sich,- gerade als deutsche Filmproduzenten-, zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen haben, und wünsche mir, dass unsere heute begonnene Kommunikation sich rege und fruchtbar entwickeln möge! Das Meinige werde ich dazu beitragen!

Es wird wieder über den deutschen Film gesprochen- und das ist auch gut so!

Im Ausland musste ich in den letzten Jahren öfters erleben, dass die Wahrnehmung deutscher Filmproduktionen historisch mit dem Namen Rainer Werner Fassbinder endet- womit ich nichts gegen die Qualität der Fassbinder-Produktionen gesagt haben will.

An unseren jüngeren Regisseurinnen und Regisseuren, Drehbuchautorinnen und -autoren liegt das nicht, davon kann man sich nicht nur auf der Berlinale überzeugen.

Die Produktions- und Arbeitsbedingungen aller Filmschaffenden müssen verbessert werden.

Das Urhebervertragsrecht ist dazu nur ein Schlüssel.

Wir denken, dass es wichtig und richtig ist, hier den Urhebern helfend zur Seite zu stehen. Seien Sie aber auch versichert, dass wir die Bedenken der Filmwirtschaft dabei sehr ernst nehmen. Die Sorge etwa, die Einbeziehung der Ausübenden Künstler in die Regelung führe zu einer zu großen Diversivizierung auf der Seite der Berechtigten, haben wir wahrgenommen und werden dies in unsere weiteren Überlegungen einbeziehen.

Aber lassen wir doch die Kirche im Dorf!

Es geht um nicht mehr und nicht weniger als einen (ergänzenden) - angemessenen - Vergütungsanspruch für die Urheber.

Geholfen werden soll den unerfahrenden, den freien Künstlern, denen, die -aus welchen Gründen auch immer-, ganz ungünstige Verträge abgeschlossen haben, mit einer Gegenleistung, die weit unter dem marktüblichen liegt.

Das wird positive Auswirkungen auf unseren "creativen pool" haben und- im Ergebnis profitieren wir alle davon, Film- und Fernsehproduzenten und Konsumenten!

Sie werden heute ja auch über den internationalen Kontext mit Fachleuten diskutieren- gerade in Europa ähneln sich die Entwicklungen. Um nur ein wichtiges Beispiel zu nennen- unsere französischen Nachbarn, eine der Filmnationen in der EU, deklarieren die Filmproduzenten auch nicht zu Filmurhebern.

Für den heutigen Tag wünsche ich Ihnen anregende Vorträge und spannende Diskussionen!