| Anrede,
ich freue mich sehr, dass es heute zum ersten Mal gelungen ist, die Kreativität und die Produkte dieser Kreativität, die natürlich auch unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bundestag vorhanden ist, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Ich finden diese Idee so gut, dass ich zuerst Siegfried Knittel danken möchte, der sich seit Jahren unermüdlich für die kulturellen Dinge in Verwaltung und in den Abgeordnetenbüros einsetzt.
Er kam vor ein paar Jahren zu mir ins Büro und fragte, ob ich bereit wäre, ihn bei der Suche nach Räumen in den Bundestagsliegenschaften zu unterstützen, um einen Kunstworkshop zu gründen. Da lief er bei mir offene Türen ein. Inzwischen organisiert der Workshop Atelierbesuche bei Berliner Künstlern, besucht Museen und Ausstellungen und nun gibt es also die erste Ausstellung im Hause, die einen kleinen Querschnitt dessen zeigt, was durch die Mitarbeiter im Hause geschaffen wird.
Ich finde, es steht einem offenen Parlament wie dem unseren gut an, wenn wir zeigen, dass die Vielfalt künstlerischen Schaffens, wie sie in der Bevölkerung anzutreffen ist, sich natürlich auch hier wieder findet. Insofern ist diese Ausstellung auch ein Aushängeschild für das Parlament, denn sie bietet auch die Chance, dass das Bild, das viele von „der großen Politik“ haben, nicht ganz richtig ist. Weil sie nämlich zeigt, dass hier kreative Menschen arbeiten. Man könnte also zum dem Schluss gelangen, dass hier auch kreativ Politik gemacht wird und nicht alles starr und eingefahren abläuft.
Das hat auch die Bundestagsverwaltung gezeigt, indem sie es ermöglicht hat, diese Ausstellung zu zeigen. Auch dafür mein Dank. Wenn jetzt noch die Besuchermassen kommen, ist es perfekt.
Die Arbeiten der Ausstellung zeigen ein großes Spektrum der bildenden Kunst. Ich muss zugeben, mir war es gar nicht bewusst, dass wir in unserem Parlament so viele künstlerisch aktive Menschen haben. Auch wenn mir die Musikgemeinschaft natürlich ein Begriff ist, so ist es immer wieder eine Überraschung, dass mir immer wieder Menschen im Bundestag begegnen, bei denen ich spontan sagen könnte: Wieso arbeitet ihr hier? So exzellent sind die Leistungen. Andererseits bin ich natürlich froh, dass diese Künstler hier ihr Brot verdienen, denn dass erhöht die Kreativität ungemein.
Ich bedanke mich also - last but not least - bei den Künstlern, deren Arbeiten wir ab heute hier sehen können. Einige von Ihnen, so kann ich mir vorstellen, zeigen Ihre Werke das erste Mal in der Öffentlichkeit. Das ist immer ein großer Schritt, der auch Mut erfordert.
Ich beglückwünsche Sie zu dieser Ausstellung und wünsche viel Erfolg. Vielleicht ist dies der Anstoß zu weiteren Aktivitäten und ich bin gespannt, wen Herr Knittel noch so alles ausgräbt. Wir sollten dies auch zum Anlass nehmen, um darüber nachzudenken, wie die künstlerisch-kulturellen Aktivitäten im Bundestag noch befördert werden könnten.
Ich glaube, Sie alle haben viele Fürsprecher in der Verwaltung und unter den Abgeordneten.
Viel Spass heute abend und herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
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