Am Sonntag, den 17. Januar 1999, fand im Alten
Geidenhof in Hanstedt der Neujahrsempfang mit Brunch der SPD im
Lkr. Harburg statt.
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn,
der SPD-Unterbezirk Lkr. Harburg und der SPD-Ortsverein Hanstedt
hatten eingeladen, rund 120 Genossinnen und Genossen sowie der SPD
nahestehende Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um einmal zwanglos
zu klönen und die Wahlsiege des Jahres 1998 zu feiern.
Bei Sekt und Selters kam die politische Rückschau
auf den erfolgreichen Bundestags-wahlkampf und die Erörterung der
zukünftigen politischen Aufgaben nicht zu kurz.
Arno Rehder, Bürgermeister aus Over-Bullenhausen,
hob zunächst anhand der Wahlergebnisse der Bundestagswahl hervor,
daß die SPD im Aufwind sei. In zehn von zwölf Gemeinden hatte die
SPD die Nase vorn. Besonders erdrutschartig seien die Verluste der
CDU in Winsen gewesen, dem Heimatort des CDU-Kandidaten Rudolf Meyer.
Nach jahrzehntelanger CDU-Vorherrschaft im Lkr. Harburg und erstmals
seit Bestehen der Bundesrepublik habe die SPD im Lkr. Harburg das
Direktmandat errungen.
Landrat Jens-Rainer Ahrens würdigte die Anstrengungen
der Genossinnen und Genossen im Superwahljahr 1998 bei den Landtags-
und der Bundestagswahlen. Die Sozialdemokratie habe in den letzten
4 Jahren bedeutende Wahlerfolge errungen, was auf einen politischen
Umbruch im Landkreis Harburg hindeute. Dieser Umbruch sei noch im
Gange, nicht einfach und werde noch Rückschläge mit sich bringen.
Die Wählergunst für die Sozialdemokraten komme nicht von allein,
sondern müsse hart erarbeitet werden. Dies erfordere ein gutes Zusammenspiel
zwischen den Mandatsträgern auf Bundes- und Landesebene und den
kommunalen Gremien. Die Sozialdemokraten seien jetzt aufgerufen,
sich nach den Europawahlen voll auf die Kommunalwahlen 2001 zu konzentrieren.
Dazu sei es nötig, auf allen Ebenen Profil zu zeigen. Nötig seien
insbesondere Initiativen zur Ausweisung von umweltverträglich gestalteten
Gewerbegebieten zur Schaffung wohnortnaher Arbeitsplätze, konstruktive
Vorschläge zur Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs
und engagiertes Eintreten für die Erhaltung der geschlossenen Grünzonen
im Lkr. Harburg. Dabei komme es darauf an, dem Bürgerwillen Ausdruck
zu geben.
Monika Griefahn MdB dankte in ihrer Neujahrsansprache
für die von vielen Seiten erfahrene Unterstützung im Bundestagswahlkampf.
Sie berichtete von den energisch und in kürzester Zeit umgesetzten
Reformprojekten der SPD-geführten Bundesregierung, unter anderem
vom Steuerentlastungsgesetz 1999/2000/2002, der Rücknahme Rentenkürzungen
und der Kürzungen in der gesetzlichen Krankenversicherung, vom Sofortprogramm
für 100.000 arbeitslose Jugendliche und von der verbesserte Integration
von Ausländern durch ein modernes Staatsangehörigkeitsrecht. Sie
betonte, daß auch Menschen die Möglichkeit haben müssen, die Pflichten
und Rechte eines deutschen Staatsbürgers zu haben, wenn er oder
sie nicht aus seiner ersten Staatsangehörigkeit entlassen würde.
Sie regte an, daß in während der deutschen Präsidentschaft in der
EU und auch im Hinblick auf die bevorstehende Europawahl diese Perspektiven
für soziale, politische und wirtschaftliche Kooperation in den zukünftigen
Vereinigten Staaten von Europa diskutiert und vorangebracht werden
müssen. Auch die zunehmende Globali-sierung und Produktivitätsfortschritte
in der Produktion zwingen dazu, die Erwerbsarbeit, soziale Arbeit
und Landwirtschaft in neuen Zusammenhängen zu diskutieren. Sie ging
im Anschluß auf ihre Aktivitäten in Bonn und im Wahlkreis ein. Im
Landkreis Harburg hat sich die Bundestagsabgeordnete bisher vor
allem verschiedener Verkehrsprojekte (B 75 neu Dibbersen, 3. Gleis
Stelle-Lüneburg, Verbesserung des ÖPNV) angenommen. Monika Griefahn
besucht zur Zeit in den sitzungsfreien Wochen Gemeindebürgermeister,
Verwaltungschefs und kommunale Gremien aller Gemeinden des Landkreises,
um sich ein Bild über die Probleme vor Ort zu machen.
Alle Teilnehmer des Neujahrsempfangs freuten sich
über ein gelungenes Fest, das vom SPD-Ortsverein Hanstedt unter
Mithilfe zahlreicher Aktiver ausgerichtet wurde.