Die Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn teilt
mit:
Der Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine hat bei
der gestrigen Einbringung des Bundeshaushalts die Bereitstellung
von 100 Millionen DM für Lärmschutzsanierung an bereits bestehenden
Schienenstrecken angekündigt.
Im einzelnen sind - je nach örtlichen Verhältnissen
- an besonders hoch belasteten Abschnitten der Bau von Lärmschutzwänden,
der Einbau von Schallschutzfenstern sowie das "besonders überwachte
Gleis" vorgesehen. Darüber hinaus ist beabsichtigt, in Abstimmung
mit der DB AG den Lärm bereits an der Quelle durch Umrüstung des
vorhandenen Güterwagenparks auf leisere Bremsen mit Verbundstoff-Bremsklötzen
zu vermindern. Die DB AG führt bereits Versuche mit schalloptimierten
Fahrzeugen durch, die - auch ohne Lärmschutzwände - zu einer merkbaren
Verringerung der Schallimmissionen führen. Die hierzu entwickelten
Fahrzeugkomponenten werden z.Zt. erprobt. Damit könnten z.B. lange
bestehende Sorgenkinder wie in Jesteburg oder Seevetal verbessert
werden.
Monika Griefahn erklärt, daß das Bundesminsterium
für Verkehr für 1999 einen Betrag von 100 Millionen DM für ein Programm
"Lärmschutz für Härtefälle an bestehenden Schienenstrecken" angemeldet
hat. Für die Folgejahre sind Beträge in gleicher Höhe eingeplant.
Monika Griefahn hat in einem Schreiben die Gemeinden
und den Landkreis aufgefordert, entsprechende Anträge zu stellen.
Sie wird sich mit Nachdruck für eine Verwirklichung einsetzen.