Mit dem seit dem 1. Januar 1999 laufenden 100.000-Dächer-Solarstrom-Programm
setzt die neue Bundesregierung die Förderung alternativer Energien
um. Das Programm ist auf sechs Jahre angelegt und wird von Regierung
mit insgesamt 1 Milliarde unterstützt. Es kann davon ausgegangen
werden, daß dies Investitionen von über zwei Milliarden DM auslöst.
Die Massenproduktion von Solarzellen soll weitergetrieben
werden, damit diese Zukunftstechnologie billiger und damit interessanter
für immer mehr Bürger wird. Dies ist gleichzeitig eine Förderung
des Technologiestandortes Deutschland.
Wer eine solche Anlage auf seinem Dach haben will
und sich über die Förderung informieren will, wendet sich einfach
an sein örtliches Kreditinstitut. Informationen kann man auch bei
der Kreditanstalt für Wiederaufbau, die das Programm verwaltet,
einholen. Die Hotline-Nummer ist: 069-7431-4340.
- Es werden zinslose Darlehen über 10 Jahre vergeben, die in
den ersten zwei Jahren tilgungsfrei sind. Die Hausbank kann
auch dem Kundenden Barwert der Zinssubvention auszahlen und
das Darlehen intern abwickeln.
- Nach Ablauf von 9 Jahren wird die verbleibende Restschuld
erlassen, wenn die Anlage noch nachweislich in Betrieb ist.
Eine außerplanmäßige Rückzahlung des Darlehens ist jederzeit
möglich.
- Im Durchschnitt ergibt sich so eine Förderung von rd. 40%
der Investitionskosten einer Solaranlage.
- Strom, der nicht selbst gebraucht wird, kann ins öffentliche
Netz eingespeist werden. Dafür gibt es Mindestvergütungen (16,53
Pfg./KWh bei Solarstrom).
Wer sich generell über Solarstrom informieren möchte,
kann dies bei der "Bürgerinformation Neue Solartechniken" (BINE)
tun.
Tel.: 0228-92 37 90
Fax: 0228-92 37 929
Email: bine@fiz-karlsruhe.de
Internet: http://bine.fiz-karlsruhe.de
Hauseigentümer, die sich für Solarstrom entscheiden,
leisten, so Monika Griefahn, nicht nur Beitrag zum Umweltschutz,
sondern sorgen auch für Beschäftigungsimpulse beim Handwerk und
für bessere Chancen deutscher Hersteller auf dem Weltmarkt. Jeder
kann mitbauen an der Brücke ins Solarzeitalter.
Monika Griefahn hofft, daß auch im Landkreis bei
der hohen Bautätigkeit verstärkt die regenerativen Techniken Einzug
halten und damit einen Beitrag zur Umsetzung der Beschlüsse von
Rio (-25% CO2-Ausstoß) leisten.