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Pressemitteilung 19/1999
Mittwoch, 9. Juni 1999
 
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Kredite für den Weiterbau der Atomkraftwerke K2/R4 in der Ukraine dürfen nicht vergeben werden

Die Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn lehnt nach wie vor die Vergabe von Krediten zur Finanzierung des Weiterbaus der Atomkraftwerke K2/R4 in der Ukraine ab.

In einem Brief vom 8.9.1999 an alle Bundesminister hat Monika Griefahn das Kabinett aufgefordert, gegen die Finanzierung zu stimmen. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte sich am Montag, 7.6.1999, gegenüber Greenpeace dafür ausgesprochen, für die Finanzierung zu stimmen und begründete dies mit "Sachzwängen", die sich im Rahmen der G7-Staaten ergäben.

"Wir können nicht auf der einen Seite in der Koalitionsvereinbarung den Atomausstieg beschreiben und auf der anderen Seite in Osteuropa neue, dazu sicherheitstechnisch nicht vertretbare Atomkapazitäten aufbauen, die darüber hinaus auch noch teurer sind als Gaskraftwerkskapazitäten und Energieeinsparmaßnahmen", sagte Monika Griefahn. "Die Bundesregierung sollte so souverän sein, ein ökonomisch und ökologisch offensichtlich unsinniges Projekt zu stoppen und neu zu verhandeln", forderte Griefahn. "Da die Ukraine ohnehin nicht über ausreichende Geldmittel verfügt, um Kredite zurückzuzahlen, ist die von und vorgeschlagene Alternative die bessere für die Menschen und die Umwelt in der Ukraine, aber auch die wirtschaftlichere für die G8-Staaten. Das Ziel ist klar: Tschernobyl muß vom Netz, ein Gaskraftwerk ist schneller zu realisieren."

Neben allen bekannten Gründen, die gegen den Weiterbau sprechen, existiert ein einstimmiger Beschluß der Koalitionsfraktionen, die Kreditvergabe zu verhindern und statt dessen Gaskraftwerkskapazitäten und Energiesparmaßnahmen zu finanzieren.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de