Die kultur- und medienpolitische
Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Monika Griefahn, erklärt
zum heutigen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus:
"Mit der Feierstunde im Bundestag
und dem symbolischen Akt zur Errichtung des Holocaust-Mahnmals in
den Berliner Ministergärten hat die mehr als zehn Jahre dauernde
Diskussion um das Mahnmal einen wichtigen Schritt nach vorn getan.
Der Deutsche Bundestag bemüht sich damit um einen würdigen Umgang
mit den Opfern des deutschen Faschismus. Dies ist um so wichtiger,
als man sieht, dass Antisemitismus auch zu Beginn des neuen Jahrhunderts
noch immer in der Gesellschaft verwurzelt ist. Hier geht es darum,
ein Zeichen gegen Intoleranz und für eine weltoffene Gesellschaft
zu setzen. Mit dem "Denkmal für die ermordeten Juden Europas" schafft
die Stiftung einen Raum, der zum Nachdenken anregt, der geplante
Ort der Information wird Gelegenheit bieten, sich über dieses düstere
Kapitel unserer Vergangenheit weitergehend zu informieren.
Wir werden bei unserer Arbeit im
Kuratorium der "Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas"
darauf achten, in einem breiten Konsens und enger Zusammenarbeit
mit den jüdischen Vertretern und denen der anderen Gedenkstätten
im Kuratorium ein Gesamtkonzept zu erarbeiten, damit das Mahnmal
nicht singulär steht, sondern ein Teil des Erinnerns ist."