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Pressemitteilung 11/2000
Mittwoch, 10. Mai 2000
 
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Spitzengespräch zwischen Ministerpräsident Siegmar Gabriel und Bahnchef Hartmut Mehdorn bringt weitere Fortschritte in der Planung des 3. Gleises

Bessere Anbindung der Region an Berlin langfristig möglich: Neue Interregio-Verbindung Hamburg - Lüneburg - Uelzen - Stendal - Berlin - Dresden im Gespräch

Anläßlich eines Gesprächs, das der niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Hartmut Mehdorn am Montag in Berlin geführt haben, wurde unter anderem Folgendes vereinbart (vgl. die diesbezügliche Presseinformation Nr. 94 der Niedersächsischen Staatskanzlei):

"Zwischen Hamburg und Lüneburg wird ein drittes Gleis gebaut, um die vorhandenen Kapazitätsengpässe zu beseitigen. Die Bahn beginnt sofort mit der Planung, das Land finanziert die Planungskosten bis zum Jahr 2003 vor."

Weiterhin haben Land und Bahn vereinbart, eine gemeinsame Clearingstelle einzurichten, durch die Infrastrukturmaßnahmen und Fahrplanfragen besser koordiniert werden sollen. Für das Land Niedersachsen wird die Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, Birgit Grote, in diese Clearingstelle entsandt.

Durch gemeinsame Anstrengungen des Bundesverkehrsministers Reinhard Klimmt, der niedersächsischen Landesregierung, des SPD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Peter Struck, der SPD-Bundestagsabgeordneten Monika Griefahn, der SPD-Landtagsabgeordneten Uwe Harden, Silva Seeler und Brigitte Somfleth sowie der SPD-Kreistagsfraktion war es gelungen, das Verkehrsprojekt 3. Gleis entscheidend voranzubringen. Durch das von Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt im Februar dieses Jahres vorgelegte Anti-Stau-Programm ist die Finanzierung des 3. Gleises zwischen Stelle und Lüneburg in Höhe von 360 Millionen DM gesichert. Die Planungen der Bahn für das 3. Gleis laufen; schon am 25.02.1999 wurde der Scopingtermin (Auftakt der Umweltverträglichkeitsprüfung) durchgeführt. Die Bahn will die Planungen jetzt beschleunigt voranbringen. Die örtlichen Landtagsabgeordneten haben erreicht, dass das Land die Kosten des Planfeststellungsverfahrens vorfinanziert. Damit stehen die Chancen gut, dass das Verkehrsprojekt die nötige Baureife (abgeschlossenes Planfeststellungsverfahren) erreicht hat, wenn ab 2003 Gelder über das Anti-Stau-Programm zur Verfügung gestellt werden.

Weiterhin hat das Land Niedersachsen im Zuge der Beteiligung der Länder bei der Aufstellung eines neuen Bundesverkehrswegeplans auch den Weiterbau des 3. Gleises zwischen Lüneburg und Uelzen für den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans angemeldet. Ein weiterer dreigleisiger Ausbau bis Uelzen ist in Zusammenhang zu sehen mit der Ausbaustrecke Uelzen - Salzwedel - Stendal, die im Rahmen des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 2 schon im jetzt gültigen Bundesverkehrswegeplan enthalten ist. In der 2. Baustufe soll diese Strecke zweigleisig elektrisch ausgebaut werden.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn bewertet den Bau des 3. Gleises bis Lüneburg und die angedachte Verlängerung bis Uelzen als "weitere Meilensteine in der Verbesserung der norddeutschen Schieneninfrastruktur". Das 3. Gleis und die Ausbaustrecke Uelzen-Stendal verbessern die Anbindung der Region an die Hauptstadt Berlin.

Neu und von hervorragender Bedeutung für die Region ist auch, dass die Bahn erwägt, eine neue Interregiolinie von Hamburg über Lüneburg, Uelzen und Stendal nach Berlin und weiter bis nach Dresden einzurichten. Nach dem Wegfall der Interregiohalte in Winsen hätten die Bewohner des Landkreises dann in Harburg und Lüneburg Anschluß an diese Interregiolinie. Monika Griefahn: "Es wäre eine deutliche Verbesserung für den Landkreis Harburg, wenn der Personenfernverkehr von und nach Berlin nicht ausschließlich über die nördliche Trasse (Büchen) läuft, sondern um eine südliche Trasse ergänzt wird. Für die Einrichtung dieser Interregioverbindung werde ich mich stark machen."

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de