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Die CDU offenbart ihre wahre Gesinnung. Mit dem
Interview des Bundestagsabgeordneten Günter Nooke im Berliner Kurier
vom 27.09.2000 wird deutlich, was die Mitglieder der CDU im Kuratorium
der Mahnmal-Stiftung wirklich wollen - nämlich kein Mahnmal für
die ermordeten Juden Europas. Wieder greifen sie die Kampagne auf,
die sie bereits in der Bundestagsdebatte am 27. Juni 1999 in Bonn
vertreten hat. Die CDU macht sich zum Handlanger des Regierenden
Bürgermeisters Eberhard Diepgen, der im gesamten Diskussionsprozess
der letzten 10 Jahre über das Mahnmal sich gegen dessen Errichtung
gewendet hat. Mit der Begründung, die Kosten seien nicht eindeutig
bzw. zu hoch, wird die öffentliche Meinung aufgeheizt. Eine gefährliche
Strategie in einer Zeit, in der rechte Gruppen angekündigt haben,
gegen das Mahnmal demonstrieren zu wollen. Die Stiftung für das
Mahnmal für die ermordeten Juden Europas basiert auf der Entscheidung
des Bundestages. Ein detaillierter Kostenplan konnte bislang nicht
vorgelegt werden, weil erst das Gesamtkonzept Mahnmal und Ort der
Information in mehreren Schritten im 23-köpfigen Kuratorium diskutiert
und entschieden werden musste, bevor die konkrete Bewertung erfolgen
kann. Nach dem der Architekt Peter Eisenman im Juli die Entscheidung
für das Grundkonzept vom Kuratorium bekommen hatte, konnte er erst
jetzt einen Umsetzungsvorschlag unterbreiten. Monika Griefahn: "Der
Abgeordnete Nooke täte gut daran, diese unsägliche Kampagne zu beenden.
Nach 10jähriger ausführlicher Debatte hat der Bundestag am 27. Juni
1999 eine souveräne Mehrheitsentscheidung für das Mahnmal und den
Ort der Information getroffen. Die Stiftung hat jetzt die Aufgabe,
den Beschluss so schnell als möglich umzusetzen. Populismus über
noch nicht kalkulierte Kosten sind unverantwortlich. Das Kuratorium
hat die Aufgabe, ein würdiges Mahnmal und einen angemessenen Ort
der Information umzusetzen. Die CDU hat wie alle Fraktionen Vertreter
entsandt, um die Bundestagsbeschlüsse umzusetzen. Gerade die letzte
Kuratoriumssitzung hat gezeigt, dass sich alle Mitglieder darum
kümmern, einen angemessenen und begrenzten Kostenrahmen zu erstellen.
Falls Herr Nooke das nicht will, sollte die CDU ihn ersetzen."
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