Monika Griefahn, die Vorsitzende des Ausschusses
für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages, zum Rücktritt von
Michael Naumann vom Amt des Staatsministers für Kultur und Medien:
"Michael Naumann hat in seiner zweijährigen Amtszeit
sehr viel erreicht. Er hat durch sein großes persönliches Engagement
viel dazu beigetragen, dass die Kulturpolitik in der Bundsrepublik
Deutschland intensiv diskutiert wird, und zwar auf allen Ebenen:
Bund, Länder und Kommunen. Der Staatsminister und neu eingerichtete
Ausschuss für Kultur und Medien haben im dialogischen Verfahren
viele Projekte auf den Weg gebracht: das Stiftungsrecht ist novelliert,
das Gedenkstättenkonzept neu geordnet und besser finanziell ausgestattet
die Vertriebenenarbeit neu strukturiert worden. Wichtig im europäischen
Verbund und auf internationaler Ebene ist es, einen Ansprechpartner
auf Bundesebene zu haben. So hat Michael Naumann durch seinen Einsatz
maßgeblich zum Erhalt der Buchpreisbindung beigetragen und wichtige
Schritte bei der Lösung der Rückführung der sogenannten "Beutekunst"
aus Russland zurückgelegt. Dass Berliner Kulturinstitutionen eine
gute Perspektive haben und die Stiftung Preussischer Kulturbesitz
auf schnellere Renovierung ihrer Museen hoffen kann, ist seinem
Engagement zu verdanken. Ich freue mich, dass die Sammlung Berggruen
in Berlin bleibt.
Ich respektiere seinen Rücktritt, wenn ich ihn
auch außerordentlich bedaure. Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit
mit seinem designierten Nachfolger Prof. Julian Nida-Rümelin aus
München, der sich auf kommunaler Ebene in der Kulturpolitik bereits
einen Namen gemacht hat. Die Basiserfahrung kann uns in der Zusammenarbeit
zwischen Bund, Ländern und Kommunen helfen."