ÜBERSICHT: Wahlkreisthemen > Presse aktuell > 2000

Pressemitteilung 26/2000
Mittwoch, 22. November 2000
 
zurück zur Übersicht Seite 1/1
Michael Naumann hat viel auf den Weg gebracht

Monika Griefahn, die Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages, zum Rücktritt von Michael Naumann vom Amt des Staatsministers für Kultur und Medien:

"Michael Naumann hat in seiner zweijährigen Amtszeit sehr viel erreicht. Er hat durch sein großes persönliches Engagement viel dazu beigetragen, dass die Kulturpolitik in der Bundsrepublik Deutschland intensiv diskutiert wird, und zwar auf allen Ebenen: Bund, Länder und Kommunen. Der Staatsminister und neu eingerichtete Ausschuss für Kultur und Medien haben im dialogischen Verfahren viele Projekte auf den Weg gebracht: das Stiftungsrecht ist novelliert, das Gedenkstättenkonzept neu geordnet und besser finanziell ausgestattet die Vertriebenenarbeit neu strukturiert worden. Wichtig im europäischen Verbund und auf internationaler Ebene ist es, einen Ansprechpartner auf Bundesebene zu haben. So hat Michael Naumann durch seinen Einsatz maßgeblich zum Erhalt der Buchpreisbindung beigetragen und wichtige Schritte bei der Lösung der Rückführung der sogenannten "Beutekunst" aus Russland zurückgelegt. Dass Berliner Kulturinstitutionen eine gute Perspektive haben und die Stiftung Preussischer Kulturbesitz auf schnellere Renovierung ihrer Museen hoffen kann, ist seinem Engagement zu verdanken. Ich freue mich, dass die Sammlung Berggruen in Berlin bleibt.

Ich respektiere seinen Rücktritt, wenn ich ihn auch außerordentlich bedaure. Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit mit seinem designierten Nachfolger Prof. Julian Nida-Rümelin aus München, der sich auf kommunaler Ebene in der Kulturpolitik bereits einen Namen gemacht hat. Die Basiserfahrung kann uns in der Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen helfen."

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de