Monika Griefahn, Vorsitzende des Auschusses für
Kultur und Medien des Deutschen Bundestages, reagierte mit großer
Betroffenheit auf den Tod von Götz Friedrich am Dienstag.
"Götz Friedrich war einer der profiliertesten Opernintendanten
und Regisseure unseres Landes. Mit ihm verliert die deutsche Opernwelt
eines ihrer phantasievollsten Mitglieder. Sein Name steht weltweit
für die Erneuerung des Musiktheaters. Seine Wagnerinszenierungen
hinterließen bleibende Eindrücke bei Kritik und Publikum. Auch seine
Verdienste um das moderne Musiktheater, die Nachwuchsförderung und
um den Opernbetrieb sind unvergessen. Bis zuletzt kämpfte er als
Vorsitzender der Opernkonferenz im "Berliner Opernstreit" für sein
Haus, dem er seit 1981 vorstand.
Götz Friedrich war ein Markstein der Berliner Kulturlandschaft
und verschaffte der Deutschen Oper an der Bismarckstrasse Weltgeltung.
Er hinterläßt eine große Lücke in Berlin, seine Strahlkraft geht
aber weit darüber hinaus. Seine Werke, seine Inszenierungen bleiben
hoffentlich noch lange im Repertoire der Deutschen Oper. Durch sein
schöpferisches, intensives Arbeitsleben hat er die Oper modernisiert
und jahrzehntelang das klassische Musikgenre mitgeprägt. Götz Friedrichs
Vermächtnis sind sein künstlerisches Ethos und seine handwerkliche
Perfektion. In deren Sinne lebt seine Arbeit fort."