Die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika
Griefahn hat sich in einem Schreiben an die Bundesministerin für
Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Frau Renate Künast,
gewandt. Monika Griefahn regt in dem Schreiben an, ein Förderprogramm
zur wissenschaftliche Begleitung der Umstellung von konventionellem
zu ökologischem Landbau in Wasserschutz- und Landschaftsschutzgebieten
aufzulegen.
Viele Landwirte sind bereit, den
Umbau zum ökologischen Landbau zu vollziehen. Im Landkreis Harburg
spielt die Landwirtschaft immer noch eine wichtige Rolle. Im Landkreis
Harburg, der zum Teil auch vom Fremdenverkehr in der Lüneburger
Heide profitiert, gibt es neben der konventionellen Landwirtschaft
auch einige aktive ökologische Bauernhöfe. Das Gebiet ist gleichzeitig
der größte "Wasserlieferant" für die Hansestadt Hamburg. Die Wasserqualität
ist gut, es gibt eine große Anzahl von Wasserschutz-, Wassereinzugs-
und Naturschutzgebieten. Die Landwirtschaft hat bereits - obwohl
ein wichtiger Faktor in der Region - mit hohen Auflagen gelebt.
So dürfen Sonderkulturen (Heidelbeeren, Erdbeeren etc.) nur in begrenzten
Mengen angebaut werden; außerdem sind Kulturen, die normalerweise
einen Zwischenfruchtanbau erfordern, äußerst eingeschränkt.
Deshalb haben sich Landwirte, die
durchaus sehr engagiert eine naturnahe und angepasste Landwirtschaft
praktizieren wollen, an die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn
gewandt und darum gebeten, dass sie bei einem Umstellungsprozess
mit wissenschaftlicher Begleitung unterstützt werden. Diese Bitte
hat Monika Griefahn an die Landwirtschaftsministerin Renate Künast
und an die Regierungsfraktionen weitergegeben und darauf hingewiesen,
dass regionales und Direktvermarktung im Landkreis Harburg im Einklang
mit den Zielen der neuen Landwirtschaftsministerin bereits in großem
Stil praktiziert werden. Allerdings sind die Möglichkeiten bei einem
sehr mageren Boden begrenzt.
Monika Griefahn hat deshalb darum
gebeten, dass ein Sonderprogramm sowie die wissenschaftliche Begleitung
der Umstellungsprozesse in Regionen mit niedrigen Bodenwerten aktiv
gefördert werden.