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Pressemitteilung 23/2001
Dienstag, 11. September 2001
 
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Lärmschutz für Jesteburg

Eine gute Nachricht für Jesteburg: Bei der jüngsten Fortschreibung der Liste der "Vordringlichsten Härtefälle für eine Lärmsanierung an bestehenden Eisenbahnstrecken" wurde auch ein 1,9 Kilometer langer Abschnitt der Strecke Maschen-Buchholz in Höhe von Jesteburg aufgenommen.

Zwischen Kilometer 4,7 und 6,6 wird es Lärmschutzmaßnahmen geben. Als einzelne Maßnahmen kommen in Betracht:

·
Errichtung von Lärmschutzwänden und -wällen
·
Installation von Schienen-Schmiereinrichtungen
·
Entdröhnung von Stahlbrücken
·
"Besonders überwachtes Gleis" mit intensivierter Gleispflege
· Einbau von Schallschutzfenstern und Lüftungseinrichtungen

Der genaue Umfang und die Gestaltung der Sanierungsmaßnahmen werden durch detaillierte schalltechnische Gutachten festgelegt.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn hatte sich gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden, den Anliegern und im konkreten Fall der SPD Jesteburg immer wieder beim Bundesverkehrsministerium und der Bahn für einen besseren Lärmschutz eingesetzt. Monika Griefahn: "Ich freue mich, dass es uns mit gemeinsamer Anstrengung gelungen ist, Lärmschutzmaßnahmen in Jesteburg zu erreichen. Dies ist ein großer Fortschritt, wenn man bedenkt, dass es bis 1998 so gut wie keinen nachträglichen Lärmschutz an Schienenstrecken gab und erst die neue Bundesregierung dieses Problem in Angriff genommen hat."

Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, den Schutz vor Verkehrslärm auf eine verbesserte gesetzliche Grundlage zu stellen. Sie hat im Vorgriff darauf ein Sonderprogramm Lärmschutz für Härtefälle an bestehenden Schienenstrecken aufgelegt. Seit 1999 stellt der Bund dafür jährlich 100 Mio. DM im Rahmen einer haushaltsrechtlichen Regelung bereit. Auch für die Folgejahre sind Beträge in gleicher Höhe eingeplant.

Gemessen an dem tatsächlichen Bedarf, der durch langjährige Unterlassungen in der Vergangenheit erhebliche Ausmaße angenommen hat, erzwingen die Begrenztheit der verfügbaren Finanzmittel, aber auch der Planungskapazitäten zunächst eine Konzentration auf die dringlichsten Härtefälle. Diese sind gekennzeichnet durch eine sehr hohe Lärmbelastung vor allem durch nachts fahrende Güterzüge in großer Anzahl sowie eine große Anzahl dadurch betroffener Bürger.

In einer ersten Liste "Härtefälle für eine Lärmsanierung an bestehenden Eisenbahnstrecken" vom 1. Dezember 1999 hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen die gravierendsten Sanierungsabschnitte aufgeführt. Nun wird eine Fortschreibung der Liste vorgenommen. Zu den bisherigen 109 Abschnitten sind 125 weitere neu hinzugekommen, darunter auch der Jesteburger Abschnitt. Nach den inzwischen gesammelten Erfahrungen über Planungsablauf und Bauphase ist davon auszugehen, dass im Regelfall eine Umsetzung der einzelnen Maßnahmen innerhalb von drei Jahren ab der ersten Nennung in dieser Liste erfolgt, wenn die Planung entsprechend zügig erfolgt.

Viele weitere Ortsdurchfahrten mit ähnlichen Verhältnissen können wegen der begrenzten Kapazitäten erst bei der nächsten Fortschreibung berücksichtigt werden. Hierfür sind aber bereits die Vorbereitungen abgelaufen, so dass voraussichtlich schon Anfang 2002 die nächste Fortschreibung der "Dringlichkeitsliste" vorgelegt werden kann.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de