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Pressemitteilung 28/2001
Mittwoch, 14. November 2001
 
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Deutsche Welle: Neuer Wind mit neuem Intendanten
Zunächst 40 Millionen DM bis 2005 für Auslandskanal

Monika Griefahn, Berichterstatterin für Auswärtige Kulturpolitik der SPD-Fraktion, äußert sich zum heutigen Auftritt von Erik Bettermann, dem neuen Intendanten der Deutschen Welle, vor dem Kulturausschuss:

"Der Intendant der Deutschen Welle, Erik Bettermann, hat heute vor dem Kulturausschuss des Bundestages deutlich gemacht, dass er dem Sender neue Impulse geben wird. So hat er erklärt, dass besonders nach den Ereignissen des 11. September der Auslandsrundfunk eine besondere Verantwortung für den Dialog der Kulturen habe. Die Ausrichtung der Programme wird sich nicht zuletzt daran orientieren müssen, was sie zum gegenseitigen Verständnis, zur Toleranz und zur Information über andere Kulturen und Gesellschaften beitragen können. Gerade ein modernes Medium mit großer Reichweite hat hier eine besondere Aufgabe. Der Intendant sagte, dass es nicht mehr darum gehe, lediglich ein Bild Deutschlands in die Welt zu vermitteln, sondern dass die Deutsche Welle als deutscher Auslandssender den neuen Ansatz der Auswärtigen Kulturpolitik berücksichtigen werde. Bei diesem Ansatz geht es auch um die Wahrung der Menschenrechte, um Demokratisierung sowie vor allem um kulturelle Krisenprävention. Diese Ziele können nur erreicht werden, wenn die Programme der Deutschen Welle sich am dialogorientierten Konzept der Zweibahnstrasse ausrichten. Mithin geht es Erik Bettermann auch um einen neuen, erweiterten Kulturbegriff in der Deutschen Welle. Der Kulturausschuss begrüßt diese neuen Impulse als notwendig für den Sender und seine Rolle im Gefüge der gesamten Auswärtigen Kulturpolitik. Die Koalitionsfraktionen sehen die Einrichtung des Auslandskanals als große Chance, die Kooperation mit ARD und ZDF auf neue Fundamente zu stellen. Die Deutsche Welle wird dafür zunächst bis 2005 einen Betrag von ca. 40 Mio. DM bekommen."

Monika Griefahn sagte weiter: "Gerade in dieser Zeit brauchen wir einen handlungsfähigen und innovativen Auslandsrundfunk, der die neuen Aufgaben, die Deutschland verstärkt wahrnimmt, begleitet. Ich bin deshalb sehr froh, dass der neue Intendant diese Herausforderungen aktiv angeht. In der nächsten Legislaturperiode wird sich der Deutsche Bundestag außerdem mit der Reform des Programmauftrages im Deutsche-Welle-Gesetz befassen. Dies wird vor allem die Online-Präsenz und die Präsentation des Deutschlandbildes betreffen."

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de