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Pressemitteilung 34/2001
Donnerstag, 27. Dezember 2001
 
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Monika Griefahn setzt sich für Lärmschutz und Verbesserung des Nahverkehrs auch in Zusammenhang mit der Y-Trassen-Planung ein

Monika Griefahn, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Buchholz, setzt sich für verbesserten Lärmschutz an bestehenden Schienenstrecken und Neu- und Ausbaustrecken der Bahn ein und fordert die Verbesserung des Nahverkehrs im nördlichen Niedersachsen.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung von Bahnchef Hartmut Mehdorn und der Niedersächsischen Wirtschafts- und Verkehrsministerin Dr. Susanne Knorre vom 11. Dezember 2001 wurde bekannt gegeben, dass die Deutsche Bahn mit der Vorentwurfsplanung für die so genannte Y-Trasse beginnt und dass die niedersächsische Landesregierung und die Bahn der Y-Trasse eine sehr hohe Planungs- und Baupriorität geben.

Nach der Umweltverträglichkeitsprüfung endete das Raumordnungsverfahren im März 2001 bekanntlich mit einer Empfehlung für die Trassenvariante 1. Der Bahnvorstand hat jetzt Finanzmittel für die Vorentwurfsplanung der Y-Trasse freigegeben. Damit rückt das Planfeststellungsverfahren näher, das 2004 eingeleitet werden könnte. Bahnchef Hartmut Mehdorn rechnet jedoch mit einem Baubeginn "voraussichtlich nicht vor 2010". Voraussetzung dafür ist unter anderem die bisher noch nicht sichergestellte Finanzierung des Milliardenprojekts.

In der Pressemitteilung von Bahn und Wirtschaftsministerium heißt es:

"Sowohl das Land Niedersachsen als auch die Bahn bevorzugen dem Ergebnis des Raumordnungsverfahrens entsprechend eine Trassenführung parallel zur Bundesautobahn A 7/ A27 etwa bis westlich von Walsrode. Der "Bremer Ast" soll an die Bahnstrecke Uelzen - Langwedel westlich von Visselhövede anschließen und als Ausbaustrecke bis Langwedel geführt werden. Der "Hamburger Ast" soll im Bereich des Bahnhofs Lauenbrück an die Bahnstrecke Bremen - Hamburg anschließen.

Im Rahmen der Vorentwurfsplanung sollen u. a. Machbarkeitsstudien für den Streckenverlauf unter Berücksichtigung der landesplanerischen Feststellung aus dem Raumordnungsverfahren erstellt werden. Darauf aufbauend werden dann umfangreiche und detaillierte Planfeststellungsunterlagen erarbeitet. Mit der Einleitung der Planfeststellungsverfahren wird etwa 2004 gerechnet."

Die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn hatte schon in der Vergangenheit wiederholt darauf hingewiesen, dass der alte Bundesverkehrswegeplan mit rund 100 Milliarden DM unterfinanziert ist und dass die Finanzierung der mindestens 2,5 Milliarden DM teuren Y-Trasse bislang nicht gesichert ist. Daran hat sich auch nichts geändert. Allerdings scheint nicht mehr ausgeschlossen, dass die Y-Trasse aufgrund der Prioritätensetzung des Landes und der Bahn auch im vermutlich 2003 zu verabschiedenden neuen Bundesverkehrswegeplan enthalten sein wird. Die Y-Trasse war schon 1992 von der alten CDU/FDP-Bundesregierung in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden.

Die den Landkreis Harburg betreffenden Trassenvarianten 2 (Anschluss im Raum Tostedt) und 3 (Anschluss im Bereich Ashausen, Stelle oder Maschen) sind nach dem Raumordnungsverfahren definitiv aus dem Rennen. Das bedeutet, dass im Zusammenhang mit der Y-Trasse nicht mit dem Neubau von Gleisen im Landkreis Harburg zu rechnen ist. Allerdings könnte sich bei der Realisierung der Y-Trasse ein erhöhtes Zugaufkommen auf der Bremer Bahnstrecke (Harburg - Buchholz - Tostedt - Scheeßel - Lauenbrück - Rotenburg / Wümme - Bremen) ergeben, weil einige Züge des Fernverkehrs von der Hannoveraner Strecke (Harburg - Winsen - Lüneburg - Uelzen - Celle - Hannover) auf die Bremer Bahnstrecke verlegt würden. Ungleich stärker betroffen ist der Landkreis Soltau-Fallingbostel.

Insgesamt rechnen Bahn und niedersächsisches Verkehrsministerium - mit oder ohne Y-Trasse - mit stark wachsenden Verkehrsmengen sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr.

Auch wenn eine Realisierung der Y-Trasse immer noch fraglich und zeitlich in weiter Ferne scheint, fordert Monika Griefahn, dass schon im Planfeststellungsverfahren die Belange der Menschen in den Landkreisen Harburg und Soltau-Fallingbostel umfassend berücksichtigt werden. Dazu gehören die Minimierung der Beeinträchtigung von Natur und Landschaft bei der Feintrassierung und dem Bau, Ausgleichsmaßnahmen, konsequenter Lärmschutz an den Neubaustrecken, verbesserter Lärmschutz an stärker frequentierten schon bestehenden Strecken und eine bessere Verkehrsanbindung des ländlichen Raumes.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de