Der Ausschuss für Kultur und Medien
des Deutschen Bundestages hat sich in seiner heutigen Sitzung mit
dem Thema "Filmförderung" befasst. Aus diesem Anlass hat der Beauftragte
der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien,
Staatsminister Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, das filmpolitische
Konzept der Bundesregierung vorgestellt. Hierzu erklärt die Vorsitzende
des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages,
Monika Griefahn, MdB:
Die Verbesserung der Rahmenbedingungen
für den deutschen Film als Kulturgut und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit
der deutschen Filmwirtschaft sind zentrale Anliegen des Ausschusses
für Kultur und Medien. Wir wollen zum einen die enge Abstimmung
zwischen Bund und Ländern, zum anderen die volle Ausschöpfung des
Spielraums, der in unserer Verantwortung liegt.
Staatsminister Prof. Dr. Julian
Nida-Rümelin hat heute mit dem Filmkonzept der Bundesregierung einen
umfangreichen Katalog an konkreten Vorschlägen zur Reform der Filmförderung
und zur Aufwertung des deutschen Films vorgelegt. Damit hat er den
Schritt von der notwendigen Diagnose, die wir im Bündnis für den
Film begonnen haben, zur Therapie vollzogen. Die Fraktionen im Ausschuss
haben den pragmatischen Reformentwurf der Bundesregierung begrüßt.
Zu den Schwerpunkten dieses filmpolitischen
Konzeptes gehören:
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Verstärkung der Anreize für den wirtschaftlichen
Erfolg der einzelnen Filmproduktionen (Ausbau der kriterienbasierten
Referenzfilmförderung) |
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Gezielte Verbesserung der Rahmenbedingungen
künstlerischer Kreativität (Drehbuchförderung, etc.) |
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Stärkung der Rolle der unabhängigen Filmproduzenten
als zentrale Akteure |
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Koordination der Außenrepräsentanz des deutschen
Films |
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Aufwertung der kulturellen Bedeutung des deutschen
und europäischen Films (Bildungswesen, Archive, Festivals, Preisverleihungen) |
Ziel dieser Reform ist es, den tiefgreifenden
Strukturwandel der deutschen Filmwirtschaft in eine Chance für den
deutschen Film umzuwandeln und seine Rolle im In- und Ausland aufzuwerten.
Dies umfasst sowohl die Erhöhung des Marktanteils des deutschen
Films in Deutschland und Europa als auch die Aufwertung der deutschen
Filmkunst auf den internationalen Festivals.
Ich begrüße sehr, dass die Bundesregierung
neue Impulse für die Attraktivität des deutschen Films geben will.
Wir werden noch viel zu tun haben, um den Marktanteil von unter
20 Prozent in Deutschland wie in Frankreich auf rund 50 Prozent
zu steigern. Dennoch hofft der Kulturausschuss, dass ein Beitrag
durch die Reformvorschläge geleistet werden kann.