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Pressemitteilung 16/2002
Freitag, 9. August 2002
 
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Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Edelgard Bulmahn
besuchte die innovative Hightech-Firma Eilers & Kirf in Nenndorf

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung und SPD-Landesvorsitzende Edelgard Bulmahn besuchte auf ihrer Sommerreise auf Einladung der örtlichen SPD-Bundestagsabgeordneten Monika Griefahn die innovative Hightech-Firma Eilers & Kirf in Rosengarten-Nenndorf.

Das Foto zeigt (v.I.nr.) Dieter Eilers (Geschäftsführer der Fa. Eilers & Kirf), Monika Griefahn MdB und die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn.
Das Foto zeigt (v.I.nr.) Dieter Eilers (Geschäftsführer der Fa.
Eilers & Kirf), Monika Griefahn MdB und die Bundesministerin
für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn.

Die Geschäftsführer Dieter Eilers und Günter Kirf sowie der Betriebsleiter Dieter Schulz stellten auf einem Betriebsrundgang und einer anschließenden Firmenpräsentation die Arbeit des Unternehmens vor. Die E & K - Gruppe ist ein innovatives, dynamisch wachsendes Hightech-Unternehmen mit Schwerpunkt bei der Prozessautomatisierung und bei Fahrerlosen Transportsystemen. Hierbei ist E & K sogar Weltmarktführer. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 151 und allein in Rosengarten 70 Mitarbeiter und hat Tochterunternehmen in Reutlingen, Italien, Großbritannien und Prag sowie ein technisches Büro in Stockholm.

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Edelgard Bulmahn bezog danach Stellung zur Regierungsbilanz und zu aktuellen Fragen der Bildungs- und Forschungspolitik. Die Bundesregierung hat den Etat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in nur vier Jahren um 21,5 % auf 8,8 Milliarden Euro erhöht. Die Bundesregierung hat die berufliche Bildung modernisiert, 55 Ausbildungsordnungen auf den neuesten Stand gebracht und 18 neue Berufsbilder geschaffen. Mit der BAFöG-Reform und der Einführung von Bildungskrediten wurden die Bildungschancen verbessert. Mit dem JUMP-Programm und dem Ausbildungskonsens wurden Jugendliche von der Straße geholt. Die Bundesregierung hat den Bundesländern angeboten, die Schaffung von Ganztagsschulen in den nächsten vier Jahren mit 4 Milliarden Euro zu unterstützen. Mit einer Reform des öffentlichen Dienstrechts wurde die Professorenbesoldung leistungsabhängig ausgestaltet. Es ist Ziel der Bundesregierung, die Studienbedingungen und die berufliche Ausbildung weiter zu verbessern. In der Forschungspolitik wurden neue Akzente insbesondere in der Optoelektronik, der Biotechnologie, der Informations- und Kommunikationstechnik und der Verkehrstechnik gesetzt. Querschnittsbereiche seien die Sensortechnologie, der Maschinenbau und die Verfahrenstechnik. Die in Forschungsprogrammen beteiligten und geförderten Unternehmen sei von 1. 100 auf 1.700 um rund 60 % gestiegen; der Mittelstand profitiere viel mehr als früher von Forschungsprojekten. Es wurde eine einheitliche Stelle für die Beratung von kleinen und mittleren Unternehmen zum Thema Forschungsförderung geschaffen.

Anschließend folgte dann das Expertengespräch zum Thema "Berufliche Qualifizierung (Lebenslanges Lernen) und Innovationstransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen".

Herr Wilfried Seyer von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Harburg mbH (WLH) stellte kurz die lokale Situation der Wirtschaft im Landkreis Harburg dar. Trotz einer relativ geringen Arbeitslosigkeit und einer hohen Kaufkraftkennziffer bestehe ein Problem des Landkreises darin, dass zu wenige Arbeitsplätze im Landkreis selbst vorhanden sind. Dies zeige sich am hohen Auspendleranteil von 62 %; dies sind rund 50.000 Auspendler in absoluten Zahlen. Im Landkreis Harburg gebe es viele innovative kleine und mittlere Unternehmen, die in der Öffentlichkeit aber kaum bekannt seien, z.B. in der Logistikbranche. Herr Seyer bedankte sich bei Bundesbildungsministerin Bulmahn dafür, dass es gelungen sei, mit dem Projekt "Harburger Lernwelten" gemeinsam mit der Hamburger Handwerkskammer etwas für die Aus- und Weiterbildung im Landkreis Harburg zu tun.

Herr Dr. Ernest Mitschke vom Competenz Centrum Lüneburger Hochschulen (CCLH) stellte die Arbeit seiner Einrichtung vor. Das CCLH ist eine gemeinsame Einrichtung der Universität Lüneburg und der Fachhochschule Nordostniedersachsen und Nahtstelle zwischen Wirtschaft und Hochschulen. Als Beispiele für einige Projekte zum Thema Innovationstransfer nannte er den "Runden Tisch Innovationsfördermittel" und das "Netzwerk Innoport".

Herr Sven Schlüter von den "Harburger Lernwelten", früher "Lernende Region", stellte die Arbeit des mit 1,5 Millionen Euro geförderten Projektes vor. An dem Projekt maßgeblich beteiligt ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises und die Handwerkskammer Hamburg. In bisher 13 Teilprojekten werden Impulse in den Bereichen Aus- und Weiterbildung sowie Qualifizierung gesetzt. Ein Beispiele ist eine verbesserte Kooperation von Schulen und Wirtschaft. Der Landkreis Harburg weist die zweitniedrigste Weiterbildungsdichte in ganz Niedersachsen auf, so dass Handlungsbedarf besteht. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn hat den lokalen Förderantrag mehrfach maßgeblich unterstützt.

Herr Thomas Sperling stellte die Arbeit der Tu Tech TUHH Technologie GmbH dar. Die Einrichtung, die bald ihr 10-jähriges Jubiläum feiert, ist eine der ersten GmbH-Ausgründungen von Hochschulen. Die Firma ist eine Schnittstelle zwischen der Technischen Universität Hamburg-Hamburg und der Wirtschaft. Sie ist tätig im Bereich Verwertungsrechte, Vertragsmanagement, Beschaffung von Fördermitteln für Firmen und Forschungsprojekte, Industrieberatung, Finanzierung von Existenzgründung sowie Firmenkooperationen und an 25 EU-Projekten beteiligt.

Monika Griefahn begrüßte es, dass es eine zunehmende Vernetzung von Hochschulen und Unternehmen sowie Wirtschaftsförderung gebe. Es sei positiv, wenn immer mehr Unternehmen aus dem Landkreis Harburg mit den Hochschulen kooperieren. Edelgard Bulmahn und Monika Griefahn waren sich darin einig, dass es verstärkt darauf ankomme, das Wissen und die Qualifizierung von Frauen zu nutzen und Frauen einen besseren Wiedereinstieg in das Berufsleben nach der Elternzeit zu ermöglichen. Hier seien auch die Unternehmen gefordert. Häufig genug liege wertvolles Knowhow von Frauen brach. In einigen männlich dominierten Studiengänge steige allerdings der Frauenanteil deutlich an.

Im Anschluss an den Betriebsbesuch und das Expertengespräch stand Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn noch in Bomlitz / Walsrode im Lkr. Soltau-Fallingbostel für ein Pressegespräch "Innovation und Bildung" zur Verfügung.

Dort ging es um folgende Detailthemen:

  • Investive Förderung von Ganztagsschulen durch den Bund / PISA
  • Modernisierung der beruflichen Bildung
  • Lebenslanges Lernen / Meister-BAFöG
  • Jobangebote und Weiterbildungsmaßnahmen für arbeitslose Jugendliche durch das Programm JUMP plus
  • Erhöhung der Ausgaben für Bildung und Forschung
  • BAFöG-Reform, Bildungskredite, Verbot von Studiengebühren (Erststudium)
 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de