Monika Griefahn MdB, Vorsitzende
des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag, äußert
sich zu der geplanten Streichung der Spendenabzugsfähigkeit für
gemeinnützige Spenden von Unternehmen:
"Ich halte eine mögliche Streichung
der Spendenabzugsmöglichkeit für Unternehmen für absolut kontraproduktiv.
Unternehmen ermöglichen heute mit einem Spendenaufkommen von ungefähr
600 Million Euro die Realiserung von innovativen Kunst- und Kulturprojekten.
Ich sehe nicht nur Arbeitsplätze
im gemeinnützigen und kulturellen Bereich bedroht, vor allen Dingen
ist das ehrenamtliche Engagement vieler Unternehmen stark gefährdet,
sollte es tatsächlich zu der Streichung kommen. Gerade Unternehmen
haben in der Vergangenheit viele Kunst- und Kulturprojekte durch
ihr Engagement erst ermöglicht. Die Zuschüsse der öffentlichen Hände
für die Träger reichen oftmals nur noch zur Deckung der Fixkosten.
Und Städte und Gemeinden wären wohl nicht in der Lage, in die entstehenden
Lücken zu springen.
Für die Kulturlandschaft ist es
unabdingbar, dass die Spendenbereitschaft der Unternehmen nicht
durch die Streichung der Spendenabzugsmöglichkeit gefährdet wird.
Das bürgerschaftliche Engagement der Unternehmen muss im Gegenteil
gestärkt werden, so lauten auch die Ergebnisse der Enquete-Kommission
"Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements" in der 14. Wahlperiode.
Ich bitte also Finanzminister Hans
Eichel dringend, die geplante Streichung nicht vorzunehmen und das
weitere Engagement der Unternehmen nicht zu gefährden. Die Künstlerinnen
und Künstler brauchen den Einsatz der Unternehmen, ohne den vieles
nicht geschafft werden kann."