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Pressemitteilung 24/2002
Mittwoch, 23. Oktober 2002
 
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Spendenabzugsmöglichkeit für Unternehmen muss bleiben

Monika Griefahn MdB, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag, äußert sich zu der geplanten Streichung der Spendenabzugsfähigkeit für gemeinnützige Spenden von Unternehmen:

"Ich halte eine mögliche Streichung der Spendenabzugsmöglichkeit für Unternehmen für absolut kontraproduktiv. Unternehmen ermöglichen heute mit einem Spendenaufkommen von ungefähr 600 Million Euro die Realiserung von innovativen Kunst- und Kulturprojekten.

Ich sehe nicht nur Arbeitsplätze im gemeinnützigen und kulturellen Bereich bedroht, vor allen Dingen ist das ehrenamtliche Engagement vieler Unternehmen stark gefährdet, sollte es tatsächlich zu der Streichung kommen. Gerade Unternehmen haben in der Vergangenheit viele Kunst- und Kulturprojekte durch ihr Engagement erst ermöglicht. Die Zuschüsse der öffentlichen Hände für die Träger reichen oftmals nur noch zur Deckung der Fixkosten. Und Städte und Gemeinden wären wohl nicht in der Lage, in die entstehenden Lücken zu springen.

Für die Kulturlandschaft ist es unabdingbar, dass die Spendenbereitschaft der Unternehmen nicht durch die Streichung der Spendenabzugsmöglichkeit gefährdet wird. Das bürgerschaftliche Engagement der Unternehmen muss im Gegenteil gestärkt werden, so lauten auch die Ergebnisse der Enquete-Kommission "Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements" in der 14. Wahlperiode.

Ich bitte also Finanzminister Hans Eichel dringend, die geplante Streichung nicht vorzunehmen und das weitere Engagement der Unternehmen nicht zu gefährden. Die Künstlerinnen und Künstler brauchen den Einsatz der Unternehmen, ohne den vieles nicht geschafft werden kann."

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de