Monika Griefahn, SPD-Bundestagsabgeordnete
aus Buchholz, wurde jetzt am 19. Januar 2002 auf der SPD-Wahlkreiskonferenz
im Bundestagswahlkreis 36 mit überzeugendem Votum als SPD-Bewerberin
für den Bundestag gewählt.
Monika Griefahn MdB
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Aufgrund der Verkleinerung des Parlaments
ist es bekanntermaßen zu einer Neuordnung der Bundestagswahlkreise
gekommen. Der neue Bundestagswahlkreis Nr. 36 "Soltau-Fallingbostel
- Winsen L." umfasst das Gebiet des Landkreises Harburg ohne
die Gemeinden Elbmarsch, Salzhausen und Hanstedt und das Gebiet
des Landkreises Soltau-Fallingbostel ohne die Stadt Munster.
100 Delegierte aus den SPD-Ortsvereinen
des Unterbezirks Soltau-Fallingbostel (48 Delegierte) und des Unterbezirks
Harburg (52 Delegierte) waren aufgerufen, eine SPD-Bewerberin /
einen SPD-Bewerber um das Bundestagsmandat zu wählen.
Von den anwesenden 99 Delegierten
votierten 96 für Monika Griefahn (1 Enthaltung, 2 Gegenstimmen).
Zuvor hatten Kurt Palis, SPD-Bundestagsabgeordneter
aus Neuenkirchen (Lkr. Soltau-Fallingbostel), und Dieter Möhrmann,
SPD-Landtagsabgeordneter aus Schneverdingen, die Kandidatur von
Monika Griefahn MdB unterstützt.
Einstimmig forderte die Wahlkreiskonferenz
den SPD-Bezirk Hannover und den SPD-Landesverband auf, Monika Griefahn
MdB mit einem guten Platz auf der niedersächsischen Landesliste
abzusichern.
Monika Griefahn hatte sich im Vorfeld
auf 4 Regionalkonferenzen (Tostedt, Nenndorf, Winsen, Walsrode)
und 4 weiteren Veranstaltungen in Schneverdingen und Schwarmstedt
sowie Neu Wulmstorf und Soltau der Parteibasis in den beiden SPD-Unterbezirken
vorgestellt und war dabei auf ein durchweg positives Echo gestoßen.
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SPD-Wahlkreiskonferenz im Bundestagswahlkreis
36
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Als Gastreferent für die SPD-Wahlkreiskonferenz
in Schneverdingen konnte Wolfgang Jüttner, Niedersächsischer Umweltminister
und zugleich Vorsitzender des SPD-Bezirks Hannover, gewonnen werden.
Jüttner zog eine politische Bilanz der Arbeit der rot-grünen Bundesregierung.
Nach einem durchaus schwierigen Start habe die neue Regierung des
Reformstau in Deutschland überwunden und zahlreiche Reformprojekte
umgesetzt, so unter anderem:
- die Rücknahme sozialer Ungerechtigkeiten der
alten Kohl-Regierung (Medikamenten-Zuzahlung, Schlechtwettergeld,
Rentenkürzung)
- die Steuerreform mit Entlastungen der ganzen
Bevölkerung und nicht nur der Spitzenverdiener
- eine Rentenreform mit staatlicher Förderung
einer privaten Zusatzversorgung ("Riester-Rente")
- zahlreiche Verbesserungen im sozialen Bereich,
so z.B. beim BAFöG, beim Wohngeld, bei der Familienförderung,
dort insbesondere das 3 x erhöhte Kindergeld
- der Einstieg in die ökologische Steuerreform
verbunden mit der dadurch finanzierten Senkung der Rentenversicherungsbeiträge
Ein wichtiges Thema sei die Zukunft
des öffentlichen Sektors, hier insbesondere die Bereiche Soziale
Sicherung, Innere und Äußere Sicherheit sowie der Bereich Bildung.
Die SPD stehe auch weiterhin für öffentliche Verantwortung und Gerechtigkeit.
Sie stehe dafür ein, dass "Starke auch größere Lasten tragen können
und müssen".
Scharf ging Jüttner mit der CDU
/ CSU ins Gericht:
Die von CDU / CSU geforderte Vorziehung der 3. Stufe der Steuerreform
von 2005 auf 2003 bezeichnete Jüttner als "unseriös", weil dies
nur über eine erhebliche Anhebung der Neuverschuldung zu finanzieren
sei und angesichts der Maastricht-Kriterien kein gangbarer Weg sei,
wenn man nicht den von SPD und Grünen eingeleiteten Konsolidierungskurs
gefährden wolle. Als bemerkenswert bezeichnete es Jüttner, dass
schon wenige Tage nach der Nominierung von Edmund Stoiber zum Kanzlerkandidaten
der CDU / CSU die Opposition von ihren bisherigen Positionen bei
den gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften und der Ökosteuer
abgerückt sei und nun an den Reformen der rot-grünen Bundesregierung
festhalten wolle.
Als Themen, die seiner Meinung nach
die Arbeit der Bundesregierung in Zukunft besonders prägen werden,
nannte Jüttner die Gesundheitspolitik, die öffentlichen Finanzen,
die Bildung sowie Wirtschaft und Beschäftigung.
In ihrer Rede ging die SPD-Bundestagsabgeordnete
Monika Griefahn insbesondere auf ihre Wahlkreisarbeit der letzten
3 ½ Jahre ein und zog eine Bilanz ihrer Tätigkeit.
Die Verkehrspolitik war ein Schwerpunkt
der Arbeit der letzten 3 ½ Jahre. Die Sicherstellung der Finanzierung
für das 3. Gleis zwischen Stelle und Lüneburg sei besonders zu erwähnen.
In Sachen "Y-Trasse" setzte sich Monika Griefahn dafür ein, dass
man in der Zusammenarbeit von Bundestagsabgeordneten, Landtagsabgeordneten
und Kommunalpolitikern für Verbesserungen im Nahverkehr und beim
Lärmschutz eintrete.
Die Wahlkreisarbeit werde aufgrund
des größeren Wahlkreises schwieriger werden. Monika Griefahn möchte
gleichwohl weiterhin für die Bürgerinnen im neuen Wahlkreis direkt
ansprechbar sein über ihr Bürgerbüro in Winsen und eine Ansprechpartnerin
in Soltau-Fallingbostel.
Anschließend resümierte sie kurz
einige Reformvorhaben, die bereits von der SPD-Bundestagsfraktion
umgesetzt worden sind. Insbesondere ging sie auf das Thema Friedenssicherung
ein. Deutschland trage zum "Dialog der Kulturen" bei und engagiere
sich besonders in Afghanistan (Stichworte: Petersberg-Konferenz,
ziviler Wiederaufbau und Entwicklungshilfe, Bildung von Frauen und
Mädchen).
In Richtung Stoiber merkte Monika
Griefahn an, dass die Arbeitslosigkeit in Bayern in den letzten
4 Monaten um über 12 % gestiegen sei, im Bundesdurchschnitt dagegen
nur um 4,1 %. Stoiber habe "seinen Laden nicht im Griff".
Monika Griefahn betonte, ihr Ziel
sei es, erneut ein Direktmandat zu erreichen und den neu geschnittenen
Wahlkreis zu gewinnen.