Nach einigen Marathon-Sitzungswochen
des Bundestages in Berlin kam die Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn
nach Fallingbostel, um ihre Wahlkreismitarbeiter vorzustellen und
über ihre in dieser Legislaturperiode übernommenen Ämter zu informieren.
Da ihr Wahlkreis nun doppelt so groß sei wie in der vorhergehenden
Wahlperiode, so die Abgeordnete, habe sie sich entschlossen, für
jeden Bereich einen Mitarbeiter einzustellen. Matthias Westermann
hat ihr bereits in der letzten Wahlperiode seit 1998 im Landkreis
Harburg zur Seite gestanden. Für den Bereich Soltau-Fallingbostel
ist Gunda Ströbele aus Neuenkirchen (Tel. 05195-5050) Ansprechpartnerin
für alle Belange. Sie war bereits über neun Jahre für den auf eigenen
Wunsch ausgeschiedenen Bundestagsabgeordneten Kurt Palis tätig.
Monika Griefahn wurde erneut als
Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien gewählt. Neu ist
ihr Amt im Vorstand der SPD-Bundestagsfraktion, außerdem ist sie
Mitglied im Vorstand der SPD-Landesgruppe Niedersachsen. Im Auswärtigen
Ausschuss hat sie bereits als stellvertretendes Mitglied aktiv mitgearbeitet
und ist auch jetzt wieder dabei. Neu ist ihre stellvertretende Mitgliedschaft
im Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.
Der Verbraucherschutz liegt ihr sehr am Herzen. Weitere wichtige
Bereiche sind für Monika Griefahn die Völkerverständigung sowie
die Umwelt. So ist sie stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Französischen
Parlamentariergruppe, Mitglied der deutschen OSZE-Parlamentarierdelegation
sowie Vizevorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Umwelt
der OSZE-Parlamentarierversammlung. Für ihre Bemühungen um die deutsch-französische
Freundschaft war ihr im September eine besondere Ehrung zuteil geworden:
die Bundestagsabgeordnete wurde zur Ritterin der Ehrenlegion der
Französischen Republik geschlagen.
Bei den zahlreichen weiteren Ämtern
und Funktionen liegt ihr das Amt als Vizevorsitzende des Vorstandes
und Mitglied der Jury der "Right Livelihood Award"-Foundation, Stockholm,
besonders am Herzen, der sich mit dem alternativen Nobelpreis befasst.
"Hier werden Projekte aufgezeigt, die positiv sind", erläuterte
sie. Als Mitglied im Kuratorium "Qualität und Sicherheit für Lebensmittel
vom Erzeuger bis zum Verbraucher" ist ihr wichtig, "dass die Transparenz
in der Kette vom Erzeuger bis zum Verbraucher dargestellt wird,
neue Herkunftsbezeichnungen geschaffen werden, um das Vertrauen
der Verbraucher in die Lebensmittel herzustellen". Monika Griefahn
ist übrigens die Initiatorin den "Arbeitskreises Gesicht zeigen!",
der im Landkreis Harburg der Fremdenfeindlichkeit entgegen tritt.
Alle gesellschaftliche Gruppen und Parteien arbeiten an diesem Ziel
mit.
Danach stellte sich Monika Griefahn
den vielen Fragen der anwesenden Journalisten zum politischen Geschehen
im Berlin. Im ersten Durchgang seien es nur "Pflaster" für den kranken
Etat, ein Reagieren mit Erste-Hilfe-Maßnahmen. Welche Schritte mittel-
und langfristig zur Besserung und Stabilisierung beitragen werden,
so die Abgeordnete, werden die weiteren Beratungen im nächsten Jahr
zeigen, die am 9. und 10. Januar mit einer Klausurtagung beginnen.
Sie trat dem Eindruck entgegen, die aktuellen Probleme seien ausschließlich
hausgemacht. Die allgemeine politische und wirtschaftliche Lage
nach dem 11. September sowie die drohende Kriegsgefahr im Irak seien
weitere Ursachen, die ein exportorientiertes Land wie Deutschland
besonders treffen. Der positive Trend der Globalisierung fehle.
Ob sie denn nicht selbst frustriert sei angesichts der Probleme,
wurde sie gefragt. "Nein", so die Abgeordnete. "Es ist nicht nur
frustrierend, sondern bedeutet auch den Wunsch anzupacken."