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Pressemitteilung 01/2003
Sonntag, 26. Januar 2003
 
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Bundesverkehrsminister Dr. Manfred Stolpe gibt grünes Licht für B 75 neu -
Ortsumgehung Dibbersen kommt

In einem Pressegespräch nahm jetzt der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Dr. Manfred Stolpe, in Dibbersen zur Verkehrspolitik der Bundesregierung und örtlichen Verkehrsprojekten Stellung. Mit seinem Besuch wollte Dr. Stolpe zugleich die beiden örtlichen SPD-Landtagsabgeordneten Silva Seeler und Brigitte Somfleth unterstützen.


Auf dem Foto sind zu sehen (v.l.n.r.):
Monika Griefahn MdB, Bundesminister Dr. Manfred Stolpe,
Brigitte Somfleth MdL, Silva Seeler MdL,
der Rosengartener Bürgermeister Dietmar Stadie,
der Buchholzer Bürgermeister Norbert Stein,
Herr Albers und SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzender
Prof. Dr. Jens-Rainer Ahrens.

Die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn betonte zunächst in ihrer einleitenden Rede, dass sie sich freue, dass bei den Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur nach Jahrzehnten der Bevorzugung des Südens - rund 44 % der Verkehrsinvestitionen flossen bis 1998 nach Bayern und Baden-Württemberg - nun endlich auch der Norden an der Reihe sei. Unter der SPD-geführten Bundesregierung habe sich einiges zum Positiven geändert und seien einige Verkehrsprojekte wie die Ortsumgehung B 75 neu Dibbersen gut vorangekommen.

Bundesminister Dr. Manfred Stolpe betonte die besondere Rolle der Infrastruktur- und Verkehrsprojekte sowie des Bausektors für die gesamte Wirtschaft wie auch für eine bessere Erreichbarkeit und Entwicklung von benachteiligten Regionen. Die Verkehrspolitik habe für die Bundesregierung einen hohen Stellenwert; es würden rund 1.800 Projekte in den nächsten 10 Jahren verwirklicht, allein im Jahr 2003 würden rund 13 Milliarden Euro für den Verkehrsbereich ausgegeben. Kriterien für die Bewertung von Verkehrsprojekten seien insbesondere das Nutzen-Kosten-Verhältnis, die Dringlichkeit des Bedarfs, ökologische Faktoren sowie die Stauanfälligkeit bestehender Verkehrswege und Gesichtspunkte der Raumentwicklung. Ortsumgehungen sind für die Bundesregierung Vorrangprojekte. Sie dienen der Verbesserung des Verkehrsflusses ebenso wie der Rückgewinnung von Lebensqualität in den Städten. Dr. Stolpe stellte dann einige für den Landkreis Harburg bedeutsame Verkehrsprojekte vor:

Die in der Region dringend gewünschte Ortsumgehung "B 75 neu Dibbersen" habe ein sehr hohes Nutzen-Kosten-Verhältnis von 9,5. Das Land Niedersachsen und die örtlichen SPD-Landtagsabgeordneten Silva Seeler und Brigitte Somfleth unterstützen das Verkehrsprojekt. Die Ortsumgehung habe sehr gute Chancen auf baldige Verwirklichung.
Ein weiteres wichtiges Verkehrsprojekt sei der 6-streifige Ausbau der stauanfälligen A 1. Vom Buchholzer Dreieck bis Bremen könne dies durch eine private Finanzierung nach dem sogenannten "Betreibermodell" geschehen, wodurch eine zeitnahe Realisierung möglich sei. Vom Autobahndreieck Buchholz bis zum Horster Dreieck sei eine staatliche Finanzierung denkbar.

Vor Ort bedeutsam seien auch die B 75-Ortsumgehung Tostedt / Wistedt, die A 26 sowie die Diskussion um die A 20, die Nordwestumfahrung Hamburgs mit einer Elbquerung bei Glückstadt. Wichtig für Norddeutschland sei auch der Bau der A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg in Zusammenhang mit der A 14 Magdeburg - Schwerin. Neben dem 3. Gleis sei auch die Y-Trasse ein wichtiges Verkehrsprojekt; die Y-Trasse findet die Unterstützung auch des Bahnchefs Helmut Mehdorn.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Silva Seeler machte noch einmal die Dringlichkeit der Ortsumgehung Dibbersen deutlich: Lärm- und Abgasbelastung in Dibbersen, Zerteilung des Dorfes durch die B 75, Beeinträchtigung der Dorfgemeinschaft und Gefährdungen von Kindern durch den enormen Verkehr seien wichtige Gründe, die für baldiges Handeln sprechen. Die Akzeptanz der Y-Trasse hänge davon ab, ob es Lärmschutz für Anlieger gebe und ob es zu keiner Beeinträchtigung des Nahverkehrs auf der Bahnstrecke durch den zusätzlichen Fernverkehr komme.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Brigitte Somfleth wies auf die Bedeutung des Weiterbaus der A 26 von Buxtehude über Rübke bis zum Anschluss an die A 7 auf Hamburger Gebiet insbesondere für die verkehrsgeplagten Neu Wulmstorfer hin. Die unfallträchtige B 73 platzt seit langem aus allen Nähten. Neu Wulmstorf profitiert von dem Weiterbau der A 26 durch eine in diesem Zusammenhang zu bauende Ortsumgehung der B 3 neu. Sie machte sich weiterhin für eine zusätzliche Ortsumgehung der B 3 bei Elstorf stark.

Der Bürgermeister der Gemeinde Rosengarten, Dietmar Stadie, stellte sodann Details und verschiedene Aspekte zur Ortsumgehung B 75 neu Dibbersen dar. Wichtig sei es, die Rosengartener Ortsteile vom Durchgangsverkehr zu entlasten und durch bauliche Maßnahmen an den Ortseingängen die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Dann sei die jetzt gefundene Variante der Ortsumgehung von hoher Vernunft. Er stellte außerdem das aktuelle Problem der Gemeinde Rosengarten dar, dass die Gemeinde 2 vom Bund übernommene Eisenbahnbrücken bei Klecken für etwa 400.000 Euro sanieren muss, die Gemeinde jedoch seinerzeit nur einen Abstand von 180.000 Euro vom Bund für die Sanierung erhalten hat.

Der Bürgermeister der Stadt Buchholz i.d. Nordheide, Norbert Stein, ging zunächst auf den miserablen baulichen Zustand des Buchholzer Bahnhofes ein, und betonte dann, dass voraussichtlich 2005 im Rahmen des Landesprogramms "Niedersachsen ist am Zug" mit einer Sanierung des Bahnsteigs zu rechnen ist und dass ein Brücke gebaut werden kann, die dann als Verbindung der City und der Südstadt fungiert. Er setzte sich gleichfalls für Lärmschutz an der Bremer Strecke ein.
Die Stadt Buchholz habe jetzt die Ortsumgehung B 75 neu Dibbersen mit Unterstützung der Landesstraßenbauverwaltung und des Straßenbauamts Lüneburg planerisch deutlich vorangebracht und auch mit rund 300.000 Euro die Planung finanziert. Finanzielle Unterstützung kam auch von der Fa. Möbel Kraft. Mehrere Gewerbegebiete, Möbel Kraft, ein Logistik-Zentrum und der ganze übrige Verkehr auf der B 75 führen zu einem enormen Verkehrsaufkommen in Dibbersen von 24.400 KFZ / pro Tag (Verkehrszählung 2000), was die Dringlichkeit des Baus der Ortsumgehung unterstreicht.

Bundesverkehrsminister Dr. Stolpe hatte eine gute Botschaft im Gepäck: "Es wird laufen." Der Bund wird die Baukosten von derzeit rund 13,3 Millionen Euro für die Ortsumgehung tragen.

Die örtliche SPD-Landtagsabgeordnete Silva Seeler betonte, die Ortsumgehung sei auch auf der Liste der Bezirksregierung Lüneburg mit Platz 3 an herausragender Stelle abgesichert. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn setzte sich zum Abschluss der Diskussion beim Bundesverkehrsminister für die zusätzliche Autobahnabfahrt Scharrl (Lkr. Soltau-Fallingbostel) ein.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de