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Pressemitteilung 10/2003
Mittwoch, 7. Mai 2003
 
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SPD-Landesgruppe setzt sich für die Aufnahme der B 75 Ortsumgehung
Tostedt / Wistedt in den Bundesverkehrswegeplan ein

Die SPD-Landesgruppe, in der alle SPD-Bundestagsabgeordneten aus Niedersachsen organisiert sind, setzt sich für die Aufnahme der B 75 Ortsumgehung Tostedt / Wistedt in den Weiteren Bedarf des Bundesverkehrswegeplans sowie für die Aufnahme von naturschutzfachlichen Prüfungen ein. Dieses ist das Ergebnis einer Sitzung der SPD-Landesgruppe zum Referentenentwurf für den neuen Bundesverkehrswegeplan.

Aus zwei Gründen war die Ortsumgehung Tostedt / Wistedt - wie berichtet - von den Verkehrsplanern nicht in den Referentenentwurf zum neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden: Die untersuchte Trassenvariante, die einen S-förmigen Bogen nördlich um Tostedt und südlich um Wistedt schlägt, begegnet naturschutzfachlichen Bedenken und hat nach Aussage des für das Bundesverkehrsministerium tätigen Gutachters ein "hohes Umweltrisiko". Außerdem solle generell kein Ausbau von Parallelstrecken erfolgen. Die B 75 wurde hier als Parallelstrecke zur A 1 angesehen.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn setzt sich gleichwohl seit längerem für das Verkehrsprojekt ein und fand jetzt in der SPD-Landesgruppe Unterstützung.

Vier Gründe sprechen aus ihrer Sicht für die Ortsumgehung:

Erstens hat das Verkehrsprojekt ein hohes Nutzen-Kosten-Verhältnis von 7,3.

Zweitens ist das hohe Verkehrsaufkommen auf der B 75 inklusive des Zubringerverkehrs zur A 1 auch schon heute beim Bestehen der A 1 gegeben.

Drittens scheint eine umweltverträgliche alternative Trassenführung zur untersuchten möglich. Es existieren Grundsatzbeschlüsse der Samtgemeinde Tostedt und der Mitgliedsgemeinde Tostedt für eine geänderte Trassenführung, die nördlich an beiden Orten verläuft. Diese Variante ist anders zu bewerten als die "S"-förmige Variante, die in den Voruntersuchungen zum Bundesverkehrswegeplan als problematisch eingestuft wird. Die nördliche Variante ist zurzeit noch nicht detailliert untersucht. Der für das Bundesverkehrsministerium tätige Gutachter empfiehlt ebenfalls, die Nutzung des relativ konfliktarmen Korridors durch Nordumgehung Wistedt und Nordumgehung Tostedt zu prüfen.

Viertens hätte die nördliche Trassenführung unter Verkehrsgesichtspunkten den Vorteil, dass der Verkehr von drei statt zwei Straßen aufgenommen werden könnte, die zu Autobahnabfahrten führen (Abfahrten Sittensen, Heidenau und Hollenstedt). Die nördliche Trasse könnte zudem unproblematisch in mehreren Bauabschnitten verwirklicht werden.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn setzt jetzt auf die weitere Beratung des Bundesverkehrswegeplans und hofft, dass die Ortsumgehung doch noch in den Weiteren Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen werden kann. Das Projekt könnte als Bedarf mit besonderem naturschutzfachlichem Planungsauftrag markiert werden. In diesem Fall wird die Naturschutzproblematik vor der Verwirklichung nochmals detailliert untersucht.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de