Die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika
Griefahn hat sich in einem Schreiben an die Regulierungsbehörde
für Telekommunikation und Post gewandt, um eine Überprüfung von
Mängeln in der Zustellung von Briefen durch die Deutsche Post AG
zu erreichen.
In Ihrem Schreiben an den Präsidenten
der Regulierungsbehörde, Herrn Matthias Kurth, führt Monika Griefahn
aus:
„Als Abgeordnete habe ich ein besonderes
Interesse daran, dass für die Bürgerinnen und Bürgern in meinem
Wahlkreis ein funktionierendes und leistungsfähiges Postangebot
bereitgestellt ist. Seit einiger Zeit häufen sich Klagen über die
Qualität der Zustellung. Dies betrifft sowohl die Uhrzeit wie auch
die Regelmäßigkeit der Zustellung.
Zum einen nimmt die Deutsche Post
AG bzw. möglicherweise auch von ihr beauftragte Subunternehmer die
Briefzustellung zum Teil erst am Nachmittag vor. Allein dies ist
schon für viele fristgebundene Tätigkeiten (wie z.B. Rechtsanwaltskanzleien)
ein Problem.
Zum anderen soll die Zustellung
tageweise in meinem Wahlkreis im Bereich Winsen (Landkreis Harburg)
sogar ausgefallen sein, vgl. dazu den Bericht des Winsener Anzeigers
vom 30. September 2003. Auch im Landkreis Soltau-Fallingbostel fiel
bei einigen Haushalten die Zustellung an einigen Tagen aus. Betroffene
haben dem Vernehmen nach die Auskunft erhalten, wenn die Posttour
für die Zusteller zu lang werde, würden sie die Tour abbrechen und
die Haushalte an dem Tag nicht mehr bedienen. Es scheint also nicht
nur ein örtliches, sondern ein flächendeckend auftretendes Problem
zu sein.
Sollten die Berichte so zutreffen,
hielte ich es für einen Verstoß gegen § 3 Nr. 4 der Postuniversaldienstleistungsverordnung
(PUDLV), wonach die Zustellung mindestens einmal werktäglich zu
erfolgen hat.“
Monika Griefahn hat die Regulierungsbehörde
für Telekommunikation und Post gebeten, die aufgetretenen Fälle
zu prüfen und rechtsverbindlich zu klären.