Rund 1.500 Bürgerinnen und Bürger
demonstrierten am Sonnabend in Lüneburg bei einem Protestmarsch
und einem Gottesdienst in St. Johannis friedlich gegen eine NPD-Kundgebung.
Neben der Demonstration, zu der rund 1.500 Bürger kamen, gab es
auch einen ökumenischen Gottesdienst gegen Gewalt in der St. Johanniskirche,
den rund 1.000 Gläubige besuchten.

Das Foto zeigt (v.l.n.r.):
Monika Griefahn MdB,
den Lüneburger Oberbürgermeister Ulrich Mädge
und Hedi Wegener MdB
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Mit von der Partie beim Protest
gegen die NPD waren auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn
und Vertreter des „Aktionskreis Gesicht zeigen! im Landkreis Harburg“.
Der Aktionskreis hatte neben vielen anderen Organisationen zur Teilnahme
am friedlichen Protest gegen die NPD aufgerufen.
Am Mittag marschierten dann 150
Neo-Nazis durch die Lüneburger Innenstadt. Die Polizei hatte die
Route der NPD weiträumig abgesperrt. Rund 2000 Polizisten waren
im Einsatz. Nach Abschluss der Protestveranstaltung gegen die NPD
kam es zu Ausschreitungen: Die Polizei nahm 70 Demonstranten in
Gewahrsam, drei Beamte wurden verletzt. Der Protest gegen die NPD
eskalierte, als Demonstranten an der Ecke Am Berge/Rosenstraße nicht
nur ,,Nazis raus“ riefen, sondern Steine, Feuerwerkskörper und Flaschen
warfen. „Leider ist es durch Chaoten, die es nur auf Krawall angelegt
hatten, doch zu den von uns befürchteten Zusammenstößen gekommen.
Die hatten allerdings nichts mit der friedlichen Protestkundgebung
der NPD-Gegner zu tun, sie war zu dem Zeitpunkt der Ausschreitungen
längst beendet“, sagt Polizeisprecher Michael Düker.
Die Stadt Lüneburg hatte die NPD-Kundgebung
ursprünglich verboten, das Verwaltungsgericht hat sie dann unter
Auflagen wieder zugelassen. Oberbürgermeister Ulrich Mädge, der
erst in der Kirche war und dann auf der Straße, sagt zum Sonnabend
in Lüneburg: ,,Ich bekomme die kalte Wut, wenn ich die Parolen dieser
Ewiggestrigen höre und es nicht verhindern kann. Die Demokratie
muss hier viel aushalten. Ich unterstütze den friedlichen Protest
dagegen und verachte es aber, wenn Flaschen und Steine fliegen und
unbeteiligte Passanten und Beamte verletzt werden.“ Monika Griefahn:
„Ich freue mich, dass rund 2.500 Bürgerinnen und Bürger, darunter
viele Schülerinnen und Schüler, mit einer friedlichen Demonstration
und in der Kirche Flagge gegen die NPD gezeigt haben. Dies ist ein
wichtiger Kontrapunkt zu jedweder Gewalt von Rechts und von Linken
und Autonomen.“