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Pressemitteilung 31/2003
Dienstag, 2. Dezember 2003
 
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Tausende protestierten gegen die NPD in Lüneburg

Rund 1.500 Bürgerinnen und Bürger demonstrierten am Sonnabend in Lüneburg bei einem Protestmarsch und einem Gottesdienst in St. Johannis friedlich gegen eine NPD-Kundgebung. Neben der Demonstration, zu der rund 1.500 Bürger kamen, gab es auch einen ökumenischen Gottesdienst gegen Gewalt in der St. Johanniskirche, den rund 1.000 Gläubige besuchten.

Das Foto zeigt (v.l.n.r.): Monika Griefahn MdB, den Lüneburger Oberbürgermeister Ulrich Mädge und Hedi Wegener MdB.
Das Foto zeigt (v.l.n.r.): Monika Griefahn MdB,
den Lüneburger Oberbürgermeister Ulrich Mädge
und Hedi Wegener MdB

Mit von der Partie beim Protest gegen die NPD waren auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn und Vertreter des „Aktionskreis Gesicht zeigen! im Landkreis Harburg“. Der Aktionskreis hatte neben vielen anderen Organisationen zur Teilnahme am friedlichen Protest gegen die NPD aufgerufen.

Am Mittag marschierten dann 150 Neo-Nazis durch die Lüneburger Innenstadt. Die Polizei hatte die Route der NPD weiträumig abgesperrt. Rund 2000 Polizisten waren im Einsatz. Nach Abschluss der Protestveranstaltung gegen die NPD kam es zu Ausschreitungen: Die Polizei nahm 70 Demonstranten in Gewahrsam, drei Beamte wurden verletzt. Der Protest gegen die NPD eskalierte, als Demonstranten an der Ecke Am Berge/Rosenstraße nicht nur ,,Nazis raus“ riefen, sondern Steine, Feuerwerkskörper und Flaschen warfen. „Leider ist es durch Chaoten, die es nur auf Krawall angelegt hatten, doch zu den von uns befürchteten Zusammenstößen gekommen. Die hatten allerdings nichts mit der friedlichen Protestkundgebung der NPD-Gegner zu tun, sie war zu dem Zeitpunkt der Ausschreitungen längst beendet“, sagt Polizeisprecher Michael Düker.

Die Stadt Lüneburg hatte die NPD-Kundgebung ursprünglich verboten, das Verwaltungsgericht hat sie dann unter Auflagen wieder zugelassen. Oberbürgermeister Ulrich Mädge, der erst in der Kirche war und dann auf der Straße, sagt zum Sonnabend in Lüneburg: ,,Ich bekomme die kalte Wut, wenn ich die Parolen dieser Ewiggestrigen höre und es nicht verhindern kann. Die Demokratie muss hier viel aushalten. Ich unterstütze den friedlichen Protest dagegen und verachte es aber, wenn Flaschen und Steine fliegen und unbeteiligte Passanten und Beamte verletzt werden.“ Monika Griefahn: „Ich freue mich, dass rund 2.500 Bürgerinnen und Bürger, darunter viele Schülerinnen und Schüler, mit einer friedlichen Demonstration und in der Kirche Flagge gegen die NPD gezeigt haben. Dies ist ein wichtiger Kontrapunkt zu jedweder Gewalt von Rechts und von Linken und Autonomen.“

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de