ÜBERSICHT: Wahlkreisthemen > Presse aktuell > 2004

Pressemitteilung 46/2004
Dienstag, 21. September 2004
 
zurück zur Übersicht Seite 1/1nächste Seite
Gewerbesteuereinnahmen legen erfreulich zu Entlastung der Kommunen durch Bundesregierung zeigt spürbare Wirkung

„Die Gewerbesteuereinnahmen legen im Landkreis Harburg in vielen Kommunen erfreulich zu“, so kommentiert die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn die neuesten Zahlen über das Gewerbesteueraufkommen der niedersächsischen Städte und Gemeinden.

Die Gemeinden und Städte im Landkreis Harburg verzeichneten im ersten Halbjahr 2004 Gewerbesteuer-Einnahmen in Höhe von rund 21,3 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2003 waren es noch knapp 13,6 Millionen Euro. Das sind demnach gut 7,7 Millionen Euro mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass das Gewerbesteueraufkommen generell recht unstet ist und in einzelnen Gemeinden sehr von der Situation einzelner Gewerbebetriebe abhängig ist.

Auch wenn man das Gewerbesteueraufkommen der Vorjahre betrachtet, geht es mit der Gewerbesteuer im Landkreis Harburg wieder aufwärts: Im Jahr 2000 betrug das Gewerbesteueraufkommen im Landkreis Harburg noch rund 27,5 Millionen Euro, 2001 waren es 26,4 Millionen Euro, 2002 nur 23,2 Millionen Euro und 2003 waren es 24,0 Millionen. 2004 sind es jetzt allein schon im 1. Halbjahr 21,3 Millionen Euro. Diese erfreulichen Zahlen teilte das Niedersächsische Landesamt für Statistik jetzt der heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Monika Griefahn auf deren Anfrage hin mit.

Monika Griefahn führt den mit 56,6 % bemerkenswert hoch ausfallenden Einnahmezuwachs der Kommunen im Landkreis Harburg im 1. Halbjahr 2004 auch auf Beschlüsse des Bundes zurück: Insbesondere die Absenkung der Gewerbesteuer-Umlage und die Einschränkung der Verrechenbarkeit von Unternehmens-Verlusten mit Unternehmens-Gewinnen (so genannte Mindestgewinnbesteuerung) hätten dafür gesorgt, dass den Städten und Gemeinden seit Beginn des Jahres deutlich mehr Geld aus der Gewerbesteuer zugeflossen sei als im Vorjahres-Vergleich.

Dies spiegele sich auch darin, dass bis auf wenige Ausnahmen nahezu im ganzen Landkreis Harburg ein Einnahmen-Zuwachs aus der Gewerbesteuer zu verzeichnen sei. Monika Griefahn geht davon aus, dass dieser Positiv-Trend im weiteren Verlauf des Jahres 2004 anhalten und am Jahresende ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahresergebnis festzustellen sein wird.

Monika Griefahn sieht in der aktuellen Entwicklung nicht zuletzt eine klare Bestätigung dafür, dass der von der Regierungs-Koalition in Berlin durchgesetzte Weg einer Stärkung der Gewerbesteuer als einer eigenständigen Finanzquelle der Kommunen richtig und erfolgreich ist. CDU und CSU hatten sich im Gegensatz dazu dafür eingesetzt, die Gewerbesteuer zu streichen. Monika Griefahn: „Auch im Interesse der Städte und Gemeinden im Landkreis Harburg war und ist es gut, dass dieser Irrweg nicht beschritten wurde.“ Mit den Einnahme-Zuwächsen würden sich vor Ort wieder mehr und dringend benötigte Spielräume für Investitionen eröffnen.

 

Hintergrundinformationen:

Daten aus dem Bundesfinanzministerium zeigen, dass die Gewerbesteuereinnahmen der westdeutschen Städte und Gemeinden im ersten Halbjahr 2004 um 11,6 Prozent gestiegen sind. Die niedersächsischen Kommunen profitieren mit einem Zuwachs von 25,6 Prozent sogar weit überdurchschnittlich. Das entspricht einer absoluten Steigerung von 235 Millionen Euro.

Gründe hierfür sind zum einen die langsam einsetzende konjunkturelle Erholung, zum anderen aber auch die Maßnahmen der Bundesregierung zur Stärkung der kommunalen Finanzsituation. Die Ende letzten Jahres ergriffenen steuerlichen Maßnahmen, vor allem die Absenkung der Gewerbesteuerumlage, zeigten nun ihre Wirkung, so Monika Griefahn. In 2005 sollen bundesweit sogar über 3 Milliarden Euro Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer erzielt werden.

Eine weitere finanzielle Entlastung tritt für die Kommunen durch die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe (Hartz IV) ein. Ab dem nächsten Jahr sollen dadurch weitere 2,5 Milliarden Euro Entlastungsvolumen für die Städte und Gemeinden auftreten. Voraussetzung hierfür ist, dass die Länder Einsparungen beim Wohngeld an die Kommunen weitergeben, wie es im Vermittlungsausschuss vereinbart wurde.

Das Entlastungsvolumen von damit insgesamt 5,5 Milliarden Euro kommt den Kommunen dann dauerhaft zugute.

 

Gewerbesteueraufkommen im Landkreis Harburg 1. Halbjahr 2004 und 2003

Schl.-Nr.

Gemeinde/GV

Gewerbesteuer-aufkommen (netto) 1.-2.Quartal 2003

Gewerbesteueraufkommen (netto) 1.-2. Quartal 2004

Veränderung
1. Hj. 2004 - 1. Hj. 2003

353000

00

HARBURG, LANDKREIS

13.589.666

21.275.437

7.685.771

353005

00

BUCHHOLZ I.D.NORDH.,ST*

2.376.158

3.065.090

688.932

353026

00

NEU WULMSTORF

748.366

1.837.129

1.088.763

353029

00

ROSENGARTEN

778.832

1.914.321

1.135.489

353031

00

SEEVETAL*

5.727.721

6.120.910

393.189

353032

00

STELLE

54.906

608.551

553.645

353040

00

WINSEN (LUHE),ST.*

1.167.111

1.633.032

465.921

353007

01

DRAGE

79.576

87.655

8.079

353023

01

MARSCHACHT

286.068

299.279

13.211

353033

01

TESPE

100.228

116.702

16.474

353002

02

ASENDORF

69.355

67.002

-2.353

353004

02

BRACKEL

95.167

224.677

129.510

353009

02

EGESTORF

40.810

63.991

23.181

353016

02

HANSTEDT

94.063

160.343

66.280

353024

02

MARXEN

7.987

192.730

184.743

353036

02

UNDELOH

22.077

22.744

667

353001

03

APPEL

59.930

76.421

16.491

353008

03

DRESTEDT

53.933

31.971

-21.962

353014

03

HALVESBOSTEL

13.921

15.838

1.917

353019

03

HOLLENSTEDT

75.695

86.369

10.674

353025

03

MOISBURG

60.734

8.901

-51.833

353028

03

REGESBOSTEL

30.363

33.937

3.574

353039

03

WENZENDORF

47.111

47.254

143

353003

04

BENDESTORF

446.344

235.476

-210.868

353017

04

HARMSTORF

-13.986

16.277

30.263

353020

04

JESTEBURG

208.607

236.269

27.662

353010

05

EYENDORF

5.826

58.877

53.051

353011

05

GARLSTORF

7.626

30.779

23.153

353012

05

GARSTEDT

63.690

86.764

23.074

353013

05

GOEDENSTORF

38.938

19.481

-19.457

353030

05

SALZHAUSEN

253.690

2.655.028

2.401.338

353034

05

TOPPENSTEDT

24.435

65.678

41.243

353037

05

VIERHOEFEN

15.808

78.560

62.752

353042

05

WULFSEN

40.778

4.392

-36.386

353006

06

DOHREN

11.761

5.794

-5.967

353015

06

HANDELOH

50.601

82.254

31.653

353018

06

HEIDENAU

76.415

179.133

102.718

353021

06

KAKENSTORF

30.413

38.877

8.464

353022

06

KOENIGSMOOR

6.097

4.209

-1.888

353027

06

OTTER

30.705

28.926

-1.779

353035

06

TOSTEDT

296.333

686.118

389.785

353038

06

WELLE

9.963

20.334

10.371

353041

06

WISTEDT

-4.490

27.364

31.854

Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Statistik, 17.9.2004

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de