|
Monika Griefahn, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag, äußert sich zu der Entscheidung, die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels nicht live im ersten Programm der ARD zu übertragen:
„Die Entscheidung, die diesjährige Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels am 10. Oktober 2004 aus der Frankfurter Paulskirche erstmals nicht im ersten Programm der ARD zu übertragen, finde ich befremdlich. Dass durch diese Entscheidung die Sendeplätze des Sonntagsprogramms wie die „Sendung mit der Maus“ und der „Presseclub“ vor Programmänderungen geschützt werden sollten, ist mir unverständlich.
Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels als für mich wichtigster Kulturpreis in Deutschland verdient einen hervorragenden Sendeplatz „in der ersten Reihe“. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der seit dem 1. Oktober 2004 geltenden Leitlinien, nach denen die ARD ihrem Kulturauftrag in besonders engagierter Weise nachkommt. Das kann ich nicht erkennen, solange Sendungen auf angestammten Sendeplätzen wegen vermeintlich wichtiger Sportübertragungen ausfallen, kulturell bedeutende Ereignisse hingegen nicht übertragen werden.
Ich dränge deshalb darauf, dass die Verleihung des Friedenspreises im nächsten Jahr wieder dort übertragen wird, wo sie hingehört, nämlich im ersten Programm der ARD.“
|