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Pressemitteilung 61/2004
Montag, 15. November 2004
 
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Jugendpressetag 2004 der SPD-Bundestagsfraktion:
Ein Blick hinter die Kulissen der „großen“ Politik
Frauke Harms auf Einladung von Monika Griefahn in Berlin

Die SPD-Bundestagsfraktion veranstaltete jetzt den „Jugendpressetag 2004“ mit Schülerzeitungsredakteurinnen und –redakteuren aus ganz Deutschland. Mit dabei war auch Frauke Harms, die Chefredakteurin der Schülerzeitung „I.Q“ des Gymnasiums Tostedt ist.

Das Foto zeigt die Schülerzeitungsredakteurin Frauke Harms und Monika Griefahn MdB.
Das Foto zeigt die Schülerzeitungsredakteurin
Frauke Harms und Monika Griefahn MdB.

Auf dem Programm der zweitägigen Veranstaltung standen nach einer Begrüßung durch den SPD-Fraktionsvorsitzenden Franz Müntefering unter anderem ein Workshop mit Journalisten und Gespräche mit Abgeordneten der SPD-Bundestagsfraktion in Arbeitsgruppen zu den Themen „Neue Medien und Parlament“, „Generationengerechtigkeit“, „Ganztagsbetreuung“ und „Rechtsextremismus – Was tun?“.

Höhepunkt des Jugendpressetages 2004 war dann sicherlich eine Pressekonferenz mit Bundeskanzler Gerhard Schröder. Hier hatte der Pressenachwuchs Gelegenheit, den Kanzler bei einer von Regierungssprecher Bela Anda moderierten Pressekonferenz im Bundeskanzleramt zu grundsätzlichen und aktuellen Themen zu befragen.

Nachfolgend schildert Frauke Harms ihre Eindrücke vom Jugendpressetag 2004:

Was machen unsere Abgeordneten eigentlich den ganzen Tag in Berlin? Wie muss man sich den Alltag unserer Politiker vorstellen? Wenn man ehrlich ist, weiß man doch sehr wenig darüber. Ein paar Vorstellungen hat jeder, durch die Nachrichten oder die Bundestagsdebatten. Doch entsprechen diese Vorstellungen der Realität?

Das durften am 27. und 28. Oktober etwa 90 Schüler aus ganz Deutschland herausfinden. Sie waren von den Abgeordneten ihres Wahlkreises zum Jugendpressetag nach Berlin eingeladen worden. Mit einer Mischung aus Stolz und Unsicherheit reagierte ich auf die Einladung, die ich von Monika Griefahn erhielt, und stieg ohne große Vorstellung von dem, was da auf mich zukommen würde, am 27. Oktober in den Zug.

Auf dem Programm stand neben Gesprächen mit Abgeordneten und Mitgliedern der SPD-Fraktion auch eine Pressekonferenz mit Bundeskanzler Gerhard Schröder. In Berlin angekommen stellte ich fest, dass Parlament und Kanzleramt aus vielen ganz normalen Büros bestehen mit genauso vielen unterschiedlichen und interessanten Jobs. Plötzlich sah ich die Abgeordneten über die Gänge huschen von einem Gespräch zum nächsten, mit eben dem vollem Terminkalender, über den ich vorher nur ansatzweise etwas gehört hatte.

Während der Begrüßung durch Franz Müntefering und der Pressekonferenz mit Gerhard Schröder merkte ich, wie sehr sich der Eindruck über einen Politiker verändern kann, allein dadurch dass man ihm persönlich gegenüber steht. Über beide hatte ich mir vorher durch die Medien ein Urteil gebildet. Doch erst hier wurde mir bewusst, wie gering der Abstand zwischen ihnen und mir eigentlich ist und wie leicht es für jeden Einzelnen sein kann, Einfluss auf deren Arbeit zu nehmen. Das machte sie in meinen Augen interessanter und ihre Arbeit spannender. In den unterschiedlichen Gesprächsrunden wurde dieser Eindruck verstärkt, denn alle Politiker nahmen uns als Gesprächspartner ernst und machten sich große Mühe, unsere bohrenden Fragen zu beantworten.

Hannelore Elping aus der SPD-Bundestagsfraktion sprach mit uns über erfolgreiche und gescheiterte Öffentlichkeitsarbeit, Franz Müntefering nahm Stellung zur Mitschuld der Volksparteien am Wahlerfolg von NPD und DVU und Gerhard Schröder ließ sich neben vielen anderen sogar die Frage gefallen, ob Politik süchtig mache. Insgesamt waren die Diskussionsrunden ein Querschnitt durch die Politik von Hartz IV über Rechtsextremismus und Schulpolitik zu internationalen Beziehungen und der EU-Verfassung.

Zum Ende des Jugendpressetages erzählten uns zwei Journalisten über ihre politische Arbeit auf der anderen Seite, die nicht gestaltet, sondern analysiert und kritisiert. Sollte bei einem der Teilnehmer so etwas wie Politikverdruss vorhanden gewesen sein, so ist er nach diesen Tagen mit Sicherheit verflogen. Denn die Politik präsentierte sich uns nicht als etwas, was von „denen da oben“ gemacht wird und auf das man sowieso keinen Einfluss hat. Stattdessen lernten wir nette und aufgeschlossene Leute kennen, die ein großes Interesse daran haben zu erfahren, wie ihre Arbeit ankommt.

Frauke Harms

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de