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Pressemitteilung
Freitag, 28. Januar 2005
 
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Deutsche Post schließt zahlreiche Partneragenturen
Die Deutsche Post restrukturiert ihr Filialsystem und schließt bundesweit zahlreiche Partneragenturen. Betroffen davon sind auch etliche kleinere Partneragenturen im Landkreis Harburg. Ende letzten Jahres wurde bereits die Partnerfiliale in Winsen-Pattensen geschlossen. Weitere Filialschließungen für Rosengarten-Vahrendorf, Winsen-Rottorf, Seevetal-Ramelsloh, Marxen, Brackel und Wulfsen sind bereits angekündigt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Deutsche Post AG noch weitere Filialen schließen will. Aus diesem Grunde wird die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn alle hauptamtlichen Bürgermeister und Gemeindedirektoren zu einem Gespräch einladen. Ende Februar wird Herr Stephan Siekmann, Politikbeauftragter der Deutschen Post für das Gebiet Hannover, den Bürgermeistern die Geschäftspolitik der Deutschen Post erläutern.

„Erneut spielt die CDU in der Postpolitik ein Doppelspiel“ so die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn. „Vor Ort beklagen CDU-Vertreter die Schließung der Partnerfilialen. Auf Bundesebene aber haben gerade erst die CDU-regierten Länder Niedersachsen und Hessen einen neuen Antrag zur weiteren Liberalisierung des Postmarktes eingebracht. Darin wollen sie die Laufzeit der Exklusivlizenz der Deutschen Post, die Ende 2007 ausläuft, um zwei Jahre reduzieren. Ihr Ziel ist die vollständige Liberalisierung des Briefmarktes. Damit aber entfiele die bisherige Finanzierung eines breiten Filialnetzes, und die Deutsche Post wäre nicht mehr wie heute an eine Mindestzahl von Filialen und Agenturen gebunden. Das bedeutet konkret, dass es damit zu noch weit mehr Schließungen käme als jetzt. Gut 13.000 Standorte betreibt die Post derzeit in Deutschland, davon rund 6.000 eigene Filialen und 7.000 Postagenturen. Per Gesetz verpflichtet ist der Konzern nach der Post-Universaldienstleistungsverordnung aber nur zu 12.000 Filialen, wovon 5.000 eigenbetriebene Filialen sein müssen. Die überzähligen defizitären 1.000 Filialen werden derzeit abgebaut. Anstelle der geschlossenen Filialen wird es vielerorts künftig eine postalische Versorgung durch den Mobilen Post-Service (MOPS) geben. Die Verordnung sowie eine Selbstverpflichtungserklärung der Deutschen Post stellen auch zukünftig unter anderem sicher, dass es bis zum 31. Dezember 2007 in jeder Gemeinde mit mehr als 2.000 Einwohnern mindestens eine stationäre Einrichtung gibt und dass das Filialnetz in jedem Landkreis eine Mindestdichte aufweist (mindestens eine stationäre Einrichtung je Fläche von 80 Quadratkilometern).

Wenn die CDU wirklich etwas für die Postfilialen und Postagenturen in unserem Landkreis erreichen will, muss sie auf die eigene Bundespartei einwirken, deren bürgerunfreundliche Politik zu beenden. Große Sprüche vor Ort zur Erhaltung von Postfilialen und Postagenturen nützen nichts, wenn auf Bundesebene eine ganz andere Politik betrieben wird“ so Monika Griefahn abschließend.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de