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Pressemitteilung
Dienstag, 8. März 2005
 
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Monika Griefahn würdigte THW-Einsatz nach der Flutkatastrophe in Südasien


Das Foto zeigt Monika Griefahn MdB mit dem
THW-Ortsverbandsvorsitzenden André Sabadszus
(links) und mit Herrn Tim Birkefeld (rechts),
der in der Flutregion im Einsatz war.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn war jetzt Gast des THW Stelle-Winsen und hielt anlässlich der THW-Jahresgeschäftsstunde ein Grußwort.

Folgendes Grußwort hielt Monika Griefahn am 3. März 2005 in Stelle:

„Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Aktive des THW Stelle-Winsen,

Ich freue mich sehr, dass ich heute Gast Ihrer Jahresgeschäftsstunde sein darf.

Der Schutz der Bevölkerung vor Gefahren ist eine der wichtigsten Aufgaben des modernen Staates. Deutschland baut auf ein leistungsfähiges staatliches Gefahrenabwehrsystem, in dem Bund und Länder gemeinsam mit den Hilfsorganisationen und Feuerwehren eng zusammenarbeiten. Mit der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk als einer der tragenden Säulen innerhalb dieses Gefahrenabwehrsystems in Deutschland hat der Bund den Ländern und Kommunen einen wertvollen Partner an die Seite gestellt, der als ehrenamtlich getragene Organisation weltweit einmalig ist. Alljährlich präsentiert der THW-Bundesverband seine Arbeit auch in Berlin am Reichstag. Selbst in Indien interessiert man sich mittlerweile für die Arbeit des THW, der vor allem im Katastrophenfall Aufgaben übernehmen kann, für die das Militär einerseits und die Polizei andererseits nicht ausgerüstet sind. Beim THW leisten bundesweit rund 76.000 Frauen und Männer freiwillig zuverlässige technische Hilfe in Notfällen und bei Katastrophen. Der Zivil- und Katastrophenschutz steht und fällt mit der Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, ehrenamtlich mitzuwirken. Das Engagement der THW-Helfervereinigungen kann man nicht hoch genug einschätzen.

Die gestiegene Bedeutung des Zivil- und Katastrophenschutzes spiegelt sich auch in den Haushaltszahlen wider. Gegenüber 2003 wuchs der Haushalt des Bundes für den Zivilschutz 2004 um rund 16,5 Mio. Euro, von knapp 59 Mio. Euro auf über 75 Mio. Euro. Die Haushaltsmittel für die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk sind in den letzten Jahren von rund 97 Mio. Euro im Jahre 1998 auf 126 Mio. Euro im Jahr 2004 gestiegen.

Der Bund tut damit Einiges für das THW. Dies wird auch vor Ort spürbar. Ende 2003 konnten neun neue Einsatzfahrzeuge im Wert von rund 1,3 Millionen Euro an die THW-Ortsverbände im Länderverband Bremen/Niedersachsen übergeben. Ein Gerätekraftwagen ging an die 1. Bergungsgruppe des THW Ortsverbands Stelle-Winsen.

Das THW in Bremen und Niedersachsen hat in den vergangenen Jahren von den zusätzlichen Mitteln erheblich profitiert. So wurden 2001 Fahrzeuge und Ausstattung, wie beispielsweise schwere pneumatische Hebekissen mit einer Hubkraft von 150 Tonnen, Plasmaschneider und Kernbohrgeräte, im Gesamtwert von über einer Million Euro beschafft. Aus dem Hochwasserschutzprogramm, das nach der Flutkatastrophe aufgelegt wurde, sind zusätzlich Hochleistungspumpen, Beleuchtungssätze, Mehrzweckboote und Stromaggregate angeschafft worden.

Aber nicht nur das THW, auch die Feuerwehren in Bremen und Niedersachsen profitieren vom verstärkten Engagement des Bundes. Allein für diese beiden Bundesländer hat der Bund 24 ABC-Erkundungskraftwagen und 45 Krankentransportwagen im Gesamtwert von knapp drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Dies alles ist kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für effektive Hilfe in Katastrophenfällen.

Das THW hilft im Inland, aber auch im Ausland. Beispiele hierfür sind die Einsätze des THW bei der Hochwasserkatastrophe 2002 an Elbe und Donau sowie deren Nebenflüssen einerseits, die Hilfe für Süd-Asien nach der schweren Tsunami-Flutkatastrophe andererseits.

Ich möchte nachfolgend einige Schlagzeilen zitieren, die die Arbeit des THW illustrieren:

28.12.2004 Schily entsendet THW-Schnelleinsatzeinheit in die Katastrophenregion
28.12.2004 Schily entsendet THW-Bergungstruppe nach Thailand und Wasserexperten nach Sri Lanka
29.12.2004 Schily entsendet THW-Erkundungsteam nach Indonesien
30.12.2004 Schily entsendet THW-Wasserexperten auf die Malediven
12.01.2005 Schily dankt den Einsatzkräften von THW und BKA in der Krisenregion – erste Trinkwasserspezialisten kehren nach Deutschland zurück

Sie werden an diesen Schlagzeilen erkannt haben, wie sehr der Bundesinnenminister Otto Schily, die Bundesregierung und die SPD-Bundestagsfraktion die Arbeit des THW schätzen. Der Arbeit des THW gebührt große Anerkennung.

Wenn ich richtig informiert bin, haben auch mindestens 5 Aktive des THW-Ortsverbands Stelle-Winsen bei der Flutkatastrophe Hilfe geleistet:
Herr Henning Benecke und Herr Benjamin Zschage kümmerten sich um die Trinkwasser-Aufbereitung auf den Malediven, nachdem dort die Grundversorgung mit Wasser zusammengebrochen war. Ein zweite Gruppe unter anderem mit den Herren Tim Birkefeld, Olaf Bülk und Andreas Funck sowie mit 37 anderen Helfern aus ganz Deutschland wurde auch in der besonders betroffenen indonesischen Provinz Aceh eingesetzt.

Die Flutwellen nach dem Seebeben vom 26.12. 2004, dessen Epizentrum vor der Küste dieses Bürgerkriegsgebietes lag, richteten dort besonders schwere Schäden an (u.a. Zerstörung von Banda Aceh) und forderten eine sehr hohe Opferzahl (in Indonesien insgesamt mehr als 200.000 Tote). Wer nicht dabei gewesen ist, kann wohl schwerlich das Ausmaß der Zerstörungen ermessen. Umso wichtiger ist die Katastrophenhilfe des THW, für die ich Ihnen nochmals danken möchte.

Für Ihre weitere Arbeit wünsche ich Ihnen viel Erfolg und alles Gute!“

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de