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Pressemitteilung
Donnerstag, 14. April 2005
 
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Lärmsanierung an Schienenwegen im Landkreis Harburg macht weitere Fortschritte
Die Lärmsanierung an Schienenwegen im Landkreis Harburg macht weitere Fortschritte. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG jetzt ein Gesamtkonzept zur Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes erarbeitet.

Auch für den Landkreis Harburg wirkt sich das Gesamtkonzept zur Lärmsanierung des BMVBW sehr positiv aus: In das Gesamtkonzept wurden jetzt gegenüber der vorherigen Dringlichkeitsliste zwei Abschnitte in Stelle und Jesteburg neu aufgenommen und in Buchholz zwei längere Streckenabschnitte als bisher berücksichtigt.

Das Gesamtkonzept löst die bisherige Liste der vordringlich zu sanierenden Härtefälle ab, weil nun eine bundesweite Erfassung des Gesamtbestandes der Lärmsituation auf wissenschaftlicher Basis vorliegt. Mit dem Lärmsanierungsprogramm an bestehenden Schienenwegen hat die Bundesregierung eine Zusage der Koalitionsvereinbarung umgesetzt, mit der konkrete Verbesserungen für Anwohner von Schienenstrecken erzielt werden: Mit Hilfe der seit 1999 jährlich im Haushalt des BMVBW eingestellten rund 51 Millionen Euro hat die Deutsche Bahn AG bereits jetzt bei rund 21.000 Wohnungen passive Schallschutzmaßnahmen wie z.B. den Einbau von Schallschutzfenstern realisiert. Eine maßgebliche Lärmreduzierung konnte weiterhin bei einer vergleichbaren Anzahl an Wohnungen durch den Bau von insgesamt rund 80 km Schallschutzwänden im Rahmen des Programms erreicht werden.

Monika Griefahn: „Mittel- bis langfristig wird sich die Lärmsituation an den Schienenwegen im Landkreis Harburg deutlich verbessern. Buchholz, Jesteburg und das westliche Stelle werden von Lärmsanierungsmaßnahmen profitieren. In Jesteburg wurde bereits eine Lärmschutzwand errichtet. Allerdings ist mancherorts Geduld gefragt. Leider ist der Nachholbedarf in Sachen Lärmsanierung bundesweit so groß, dass nicht von heute auf morgen mit Abhilfe zu rechnen ist. Bis 1999 gab es quasi gar keine Lärmsanierung an Schienenstrecken. Insofern ist es angesichts der Haushaltsprobleme des Bundes eine anerkennenswerte Leistung, dass der Bund seit 1999 jährlich rund 51 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat. Die jetzt vorliegende Gesamtliste abzuarbeiten, wird aber viele Jahre dauern. Die Deutsche Bahn AG setzt die Lärmsanierungsmaßnahmen im Rahmen der Haushaltsmittel um. Priorität gibt die Bahn dabei Strecken mit einer großen Anzahl betroffener Anwohner und hoher Lärmemission.“

Folgende Streckenabschnitte aus dem Landkreis Harburg sind in der Gesamtkonzeption der Lärmsanierung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (Stand: 12. Februar 2005) jetzt enthalten:

Ortsdurchfahrt Strecke Nr. Streckenabschnitt von km bis km Länge km Status
Buchholz 1280 Buchholz – HH-Allermöhe 0,0 2,6 2,6 In Planung
Buchholz 2200 Bremen - Hamburg 317,5 326,1 8,6 In Planung
Jesteburg 1280 Maschen - Buchholz 4,7 6,6 1,9 Baudurchführung
Jesteburg West 1280 Maschen - Buchholz 2,8 4,4 1,6 In Planung
Stelle 1280 Buchholz – HH-Allermöhe 19,5 20,0 0,5 In Planung
Stelle 1720 Hamburg – Lehrte
(= Hauptstrecke Hamburg – Lüneburg)
157,8 161,0 3,2 In Planung

Anmerkung: Nicht in der Liste der Lärmsanierung enthalten sind Streckenabschnitte, bei denen im Zuge der Verwirklichung von Maßnahmen des Bundesverkehrswegeplans weitergehende Lärmvorsorgemaßnahmen ergriffen werden. Dieses betrifft konkret den Streckenabschnitt des 3. Gleises zwischen Stelle und Lüneburg (östliches Stelle, Ashausen und Winsen).

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de