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Zu dem in der gestrigen Kabinettssitzung gefassten
Beschluss, Marianne Birthler für eine weitere Amtszeit als
Bundesbeauftragte für die Unterlagen des
Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen
Demokratischen Republik (BStU) vorzuschlagen, erklären
der stellvertretende Vorsitzende der
SPD-Bundestagsfraktion, Fritz-Rudolf Körper, und die
Sprecherin der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der
SPD-Bundestagsfraktion, Monika Griefahn:
Die Entscheidung, Marianne Birthler für eine weitere
Amtszeit als Beauftragte für die Stasiunterlagen dem
Deutschen Bundestag zur Wiederwahl vorzuschlagen, ist
ausdrücklich zu begrüßen. In ihrer Tätigkeit hat sich Frau
Birthler parteiübergreifend großes Ansehen erworben. Ihre
von Souveränität und Autonomie geprägte Amtsführung
schafft die Glaubwürdigkeit, die diese besondere Behörde
zur Aufarbeitung und dem Umgang mit dem Erbe des
SED-Regimes braucht.
Die Zuständigkeit für die Stasiunterlagenbehörde im Ressort
des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und
Medien bietet die Möglichkeit, ein inhaltlich und strukturell
umfassendes Konzept zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
auszuarbeiten. Zudem stehen wesentliche Schritte für eine
behutsame und zukunftsorientierte Weiterentwicklung der
Behörde an, wie sie im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und
SPD beschrieben sind.
Die wichtige Arbeit der Stasiunterlagenbehörde war bisher von einer breiten
und fraktionsübergreifenden Unterstützung getragen. Die Nominierung von
Marianne Birthler für die Wahl der Bundesbeauftragten für die Unterlagen
des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen
Republik (BStU) durch den Deutschen Bundestag bietet die Garantie dafür,
diesen demokratischen Konsens beizubehalten. Dabei kann Frau Birthler mit
der Zustimmung der SPD-Bundestagsfraktion rechnen.
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