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Pressemitteilung
Mittwoch, 25. Oktober 2006
 
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Mehdorn muss endlich nachgeben
Zu der Debatte zwischen Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und Bahnchef Hartmut Mehdorn um die Ausstellung zur Deportation von Kindern erklärt die Sprecherin der Arbeitsgruppe Kultur und Medien, Monika Griefahn, MdB: Mehdorn muss endlich nachgeben.

Zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der SPD-Fraktion fordere ich Hartmut Mehdorn und die Deutsche Bahn auf, ihre historisch unbegründete und unmoralische Resistenz gegenüber der Ausstellung über die Deportation jüdischer Kinder aufzugeben. Die starrsinnige Haltung gegen die Einbeziehung von Bahnhöfen als Ausstellungsorte widerspricht dem sinnvollen Gedanken, dass Menschen heute an den gleichen öffentlichen Orten mit der Deportation der Kinder konfrontiert werden, an denen sie sich im Nationalsozialismus tatsächlich und vor allem öffentlich abgespielt hat. Es ist wichtig, die Erinnerung daran nicht in Museen zu verbannen, wenn sie ganz alltäglich wahrnehmbar gemacht werden muss.

Die Polemik von Hartmut Mehdorn, die Ausstellung auf den Bahnhöfen vertrüge sich nicht mit dem einem Bahnhof eigenen hektischen Klima, ist gänzlich unangebracht und nicht nachvollziehbar. Man kann sich Orte auf den Bahnhöfen wie zum Beispiel historische Waggons vorstellen, die der Ausstellungsidee entgegenkommen. Ich fordere Hartmut Mehdorn und die Deutsche Bahn auf, konstruktiv mit Bundesminister Wolfgang Tiefensee zusammen an der Aufarbeitung der eigenen Geschichte mitzuwirken. Von Seiten der Reemstma-Stiftung Hamburg liegen dafür begrüßenswerte Angebote zur Unterstützung der Konzeption einer solchen Ausstellung vor.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de