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Pressemitteilung
Donnerstag, 21. Dezember 2006
 
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Umwandlung der Post-Filiale Tostedt in eine Agentur:
Lösungsvorschläge der Post abwarten oder aktiv mit gestalten?

(von l.) Inge und Rainer Krause, Monika Griefahn, Klaus-Dieter
Feindt, Silva Seeler, Lothar Kurze, Heinz Wilkens, Jens Gerlach.

Auf Einladung von Klaus-Dieter Feindt, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Gemeinderat Tostedt, trafen sich Repräsentanten der Gewerbetreibenden in Tostedt sowie die Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn und die Landtagsabgeordnete Silva Seeler. Thema waren die Pläne der Deutsche Post AG, die örtliche Post-Filiale in eine Partner-Filiale zu überführen, d.h. eine Postagentur z.B. in ein Einzelhandelsgeschäft zu integrieren. Dies stieß allerdings auf keine Gegenliebe bei den Gewerbetreibenden: „Für eine Gemeinde mit 15.000 Einwohnern ist dies ein Imageverlust.“

Bisher sind sich führende Gewerbetreibende der Gemeinde einig: „Wir machen da nicht mit. Dann muss die Post-Filiale erhalten bleiben.“ Ob es denn so einfach sein wird, wurde im Gespräch kontrovers diskutiert. Die Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn warb darum, dass sich die Gewerbetreibenden aktiv in den Findungsprozess nach einer optimalen Lösung für eine Postagentur in Tostedt einbringen. „Das ist besser als eine Lösung vorgesetzt zu bekommen, die dann vielleicht nicht im Interesse der Gewerbetreibenden sowie der Bürgerinnen und Bürger ist.“ Die Umwandlung von einer Post-Filiale zu einer Post-Agentur werde sich nicht dauernd aufhalten lassen. 80 % der Umsätze der Post AG werden in 15 % der Filialen getätigt werden. Die Post AG habe einen Versorgungsauftrag, der sie aber auch mit einer Partner-Filiale gerecht werde, erläuterte Griefahn.

Die in der Regel erweiterten Öffnungszeiten einer Postagentur würden sich positiv für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Gewerbetreibenden auswirken. In der Runde wurde die Sorge um den Erhalt der Postdienstleistungen in Tostedt geäußert für den Fall, dass eine Insolvenz des Unternehmens drohe, in der die Agentur untergebracht sei, oder wenn der Geschäftsinhaber den Vertrag mit der Post AG kündige: „Haben wir dann gar keine Post mehr in Tostedt?“ Von den Politikern wurde Entwarnung gegeben: Andernorts habe die Post AG in einem solchen Fall dann übergangsweise die Geschäfts selbst wieder übernommen, bis eine neue Postagentur eröffnet werden konnte. „Bei der Größe von Tostedt sollten wir uns hier keine Sorgen machen.“

Klaus-Dieter Feindt war sich mit Silva Seeler und Monika Griefahn einig: Bevor eventuell eine Lösung außerhalb des Geschäftszentrums an den Gewerbetreibenden vorbei gefunden wird, sei es besser sich selbst einzubringen. Dagegen verwiesen die Gewerbetreibenden auf die Tatsache, dass der Mietvertrag für die jetzige Post-Filiale im Zentrum von Tostedt noch bis zum Jahr 2010 laufe. „Da haben wir noch viel Zeit.“ Dieser Annahme wollten die politischen Vertreter nicht folgen, denn andernorts habe sich gezeigt, dass die Post AG trotz eines laufenden Mietvertrages die Räume leer stehen lasse und trotzdem eine Agentur mit der Wahrnehmung der Aufgaben betraut habe.

Die Anregung von Silva Seeler, zunächst einmal zu schauen, wie es mit der wirtschaftlichen Lage der Post-Filiale in Tostedt aussehe, stieß als erster Schritt zur Problemlösung auf breite Zustimmung. Daraus könne man dann auch schließen, ob es interessant für ein Unternehmen wäre, eine Postagentur zu übernehmen. „Und dann schauen wir mal weiter.“

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de