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Freitag, 15. September 2006
 

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Auslaufende Zeitverträge stellen Argen vor Probleme
Die so genannten Arges sind mit der Betreuung der Hartz-IV-Empfänger beschäftigt. Wie bei einem Termin von persönlich betroffenen Arge-Vertretern mit Monika Griefahn in Buchholz jetzt noch einmal deutlich wurde, stehen die Arbeitsvermittler – und die Argen selbst – vor einem Dilemma. Alle sind bei der Bundesagentur für Arbeit angestellt, aber etliche haben nur Zeitverträge, die 2006 oder 2007 auslaufen. Sollten diese nicht verlängert oder in unbefristete Planstellen umgewandelt werden, droht eine so große Fluktuation in den Argen, dass Abteilungen befürchten, nur noch mit Neueinstellungen und Einarbeiten beschäftigt zu sein. Sie glauben, dass die Qualität ihrer Arbeit, die ja den Hartz-IV-Empfängern wieder in Lohn und Brot helfen soll, dadurch zwangsläufig leiden muss.

Andererseits ist die Politik in dem Dilemma, nicht alle Zeitverträge in Planstellen umwandeln zu können, da der langfristige Bedarf an den Argen nicht abzusehen ist – Planstellen aber langfristig besetzt werden. 5000 Planstellen müssten es bei der derzeitigen Zahl der Arbeitsvermittler bundesweit sein.

Monika Griefahn sah den dringenden Handlungsbedarf in dieser Sache - nicht zuletzt, weil Gelder, die für eventuelle Planstellen bereitgestellt werden müssen, in den derzeit laufenden Haushaltsberatungen Berücksichtigung finden müssen. Sie versprach nachzuforschen, ob das Problem bei den Haushaltspolitikern bereits besprochen werde. Der Parlamentarische Staatssekretär im Ministerium für Arbeit und Soziales, Gerd Andres, bestätigte das. Es würde darüber nachgedacht, zusätzliche Stellen im Stellenplan der Bundesagentur für Arbeit auszuweisen. Im Rahmen der Haushaltsgespräche müsse noch darüber beraten werden.

Um der Dringlichkeit dieser Problematik Gewicht zu verleihen, empfahl Monika Griefahn den Betroffenen, auch andere Politiker anzuschreiben. Insgesamt empfindet auch sie die Personalkonstruktion für die Argen als problematisch und spricht sich für eine Budgetierung der einzelnen Einheiten aus. Die könnten dann selbst mit dem zur Verfügung stehenden Geld wirtschaften.