Es war für die Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn Ende April 2005 fast ein Ausflug in ihre Vergangenheit als Umweltministerin: Das Bauunternehmen W. Rübke in Walsrode erfüllt bei seinen Massivbauten viele Forderungen nach schadstofffreien Baumaterialien, die in der Politik schon seit Jahren gestellt wurden. Bauunternehmer Stefan Rübke stellte der Bundespolitikerin sein Unternehmen vor, das im Bereich der Massivbauten als erstes Bauunternehmen in Deutschland mit dem Toxproof-Siegel des TÜV Rheinland ausgezeichnet wurde.
Man habe vor der Zertifizierung schon auf möglichst schadstofffreie Baumaterialien geachtet, erläuterte Stefan Rübke. Die Zertifizierung mit dem Toxproof-Siegel, die jedes Jahr erneuert werden muss, setzt klare Maßstäbe. An der dem Projekt und der Auszeichnung mit dem Toxproof-Siegel ist Hans Eric Meyer, Umweltapotheker aus Scheeßel und ein persönlicher Freund von Stefan Rübke, maßgeblich beteiligt. Meistens komme er beruflich in Häuser, in denen alles schon zu spät ist, erläuterte er. Mit seiner Unterstützung wurden beim Bauunternehmen Rübke Produktlisten erstellt, mit denen die eingesetzten Handwerker arbeiten. „Wir bauen definitiv gesund“, erläuterte Stefan Rübke der Bundespolitikerin, „wir wissen was wir da einbauen und was nicht.“ Und ein nach Toxproof-Kriterien gebautes Haus sei nicht teurer als ein „normales“ Haus, hob er hervor.
Vor der Übergabe an die Kunden führt Umweltapotheker Hans Eric Meyer eine Raumluftuntersuchung durch, um die Schadstofffreiheit beim Bau zu belegen. Bauherren erhalten eine Beratung für die Verwendung der Materialen bei Malerarbeiten und bei Bodenbelägen, die gern in Eigenleistung durchgeführt werden. Übrigens gilt das Toxproof-Siegel auch für durchdachte Renovierung und Modernisierung von Altbauten. „Heute ist es wesentlich, dass Bauunternehmer und Handwerker das selbst anbieten“, hob Monika Griefahn hervor. „Wir haben es schon vor Jahren in der Politik gefordert, doch wenn die Handwerker selbst nach diesen Kriterien arbeiten, ist es überzeugend.“