
Harry Natuschka (3. von rechts) erhielt aus der Hand
von Björn Gehrs (links), dem Vorsitzenden der SPD
Schwarmstedt, den Kunst- und Kulturpreis der SPD.
Monika Griefahn (2. von links) überreichte dem Preis-
träger einen Bildband über den Bundestag mit einer
Widmung. Mit dabei: Frau Natuschka (2. von rechts) und
Werner Bartsch, Schwarmstedter Bürgermeister (rechts).
|
 |
Seit dem Jahr 1996 zeichnet die SPD Schwarmstedt Menschen aus Schwarmstedt aus, die sich um Kunst und Kultur besonders verdient gemacht haben. In diesem Jahr erhielt Harry Natuschka mit „Harrys klingendem Museum“ den Kunst- und Kulturpreis während einer Feier am 12. August im Schwarmstedter Uhle-Hof. Die Laudatio hielt Monika Griefahn, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Bundestagskulturausschusses.
Vor rund 20 Jahren wurde beim Besuch eines Flohmarktes in Hannover der Grundstein gelegt für die Sammlung mechanischer Musikinstrumente, die heute schon auf über 60 Exponate angewachsen ist. In den Jahren 1950 bis 1890 war die Blütezeit der mechanischen Musikinstrumente.
„Harrys klingendes Museum“ präsentiert heute eine der schönsten Sammlungen mechanischer Musikinstrumente in Norddeutschland. Gezeigt und vorgeführt werden dort mechanische Musikinstrumente von ihren Anfängen bis 1920: Drehorgeln, Orchestrien, Walzen und Platten-Spieldosen, Automaten, Redproduktionsklaviere und vieles mehr. Das Museum im Privathaus von Harry Natuschka erhält keine öffentlichen Zuschüsse, wie Monika Griefahn hervorhob. „Sein Interesse und sein Engagement liegen aber glücklicherweise nicht, wie bei vielen anderen Sammlern, im Besitzen und Archivieren, sondern er lässt andere Menschen daran teilhaben, führt sogar ganze Reisegruppen seit fünf Jahren durch seine gute Stube, um seine Schätze zu zeigen“, freute sich die Bundestagsabgeordnete. „Ob das nun die weltweit einzige erhaltene Sinfonion-Zitter, der selbstspielende Flügel, die Schwarzwälder Flöten- und Harfenuhren oder die Singvogelautomaten sind, die man sieht und vor allem hört. Dieses Museum gibt den Besuchern die Möglichkeit etwas über die Instrumente und deren Zeit zu erfahren. Da finde ich den Leitsatz ‚Ihre Ohren werden Augen machen’ wirklich zutreffend.“
|