ÜBERSICHT: Wahlkreisthemen Soltau-Fallingbostel > Aktuelle Informationen

Aktuelles
Montag, 5. September 2005
 

zur vorherigen Seite Seite 1/1

Monika Griefahn und Lars Klingbeil: Fasziniert vom Spielzeugmuseum und Dingley Hall


Monika Griefahn und Lars Klingbeil in der zweigeteilten
Vitrine des Puppenhauses Dingley Hall; Antje Ernst
erläutert die Geschichte des Puppenhauses.

Im Rahmen ihrer Sommertour besuchte die Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn am 22. August 2005 gemeinsam mit ihrem Fraktionskollegen Lars Klingbeil das Soltauer Spielzeugmuseum. Beide waren fasziniert von dem Spielzeugmuseum und ließen sich gerne das Konzept der Ausstellung erläutern. Auf die beiden Abgeordneten und ihre Begleitung wartete ein ganz besonderer Höhepunkt: sie durften, geführt von Antje Ernst, das restaurierte Puppenhaus Dingley Hall in Augenschein nehmen, das demnächst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Die geschickte Art der Präsentation in zwei Vitrinen und die unzähligen Details des Puppenhauses stießen auf große Begeisterung. „Dies ist das neue Herzstück des Spielzeugmuseums“, waren sich die beiden Bundestagsabgeordneten einig. Und Monika Griefahn war sich sicher: „Mit meiner Familie komme ich noch mal ganz in Ruhe hierher. Meine Kinder werden begeistert sein.“


Monika Griefahn und Lars Klingbeil vor dem
Spielzeugmuseum.

Die „Sammlung Puppenhaus“ Dingley Hall begann im Jahr 1875, als sich zwei Bankierssöhne, 9 und 12 Jahre alt, entschlossen ihrem Vater nachzueifern, der sein Haus in London ständig erweitert, um mehr Platz für seine Sammlung zu schaffen. Das Puppenhaus entstand in einem Schrank, was auch die Dimensionen des Puppenhauses deutlich macht. Heute ist es in einer 140.000 Euro teuren Vitrine untergebracht, die dem Museum gestiftet wurde. Die Fassade des Puppenhauses wurde abgelöst und in einer schmalen Vitrine untergebracht. Tritt man hinter diese, hat man den Eindruck, mitten im geöffneten Puppenhaus zu stehen, das in dem großen Teil der Vitrine untergebracht ist. Die Pracht und Vielfalt des Puppenhauses, in dem auch deutsche, österreichische und italienische Einschläge zu finden sind, lässt sich kaum mit einem Besuch erfassen. Echte kleine Bücher und Gemälde, Kronleuchter aus Kristall und eine ungeahnte Liebe zum Detail in allen Räumen macht das Puppenhaus zu einem faszinierenden Erlebnis, das Monika Griefahn und ihre Begleitung in den Bann zog.

Vor dem Besuch im Museum wurden die beiden Bundestagsabgeordneten und ihre Begleitung von der Soltauer Bürgermeisterin Christa Erden im Alten Rathaus begrüßt: „Ich freue mich, dass Monika Griefahn nicht nur im Wahlkampf zu uns kommt, sondern sonst auch häufig vor Ort ist.“ Hauptpunkt der Zusammenkunft war die Überführung des Spielzeugmuseums Soltau in die Stiftung Spiel per 1. August 2005, um den Erhalt des Museums zu sichern. Die Abgeordneten wurden ausführlich über die Stiftung informiert. „Die neue Stiftungsgesetzgebung des Bundes hat sich für uns als vorteilhaft erwiesen“, erläuterte Mathias Ernst.

Seinen Anfang nahm das Spielzeugmuseum durch die Sammelleidenschaft von Hannelore Ernst vor 35 Jahren. „Sie hat alles aufgebaut und etwas ganz Erstaunliches daraus gemacht“, erklärte die Bürgermeisterin. Die Familie Ernst hat inzwischen die Sammlung im Spielzeugmuseum der Stiftung geschenkt. Das Spielzeugmuseum gibt es seit 1984, zuerst im Wohnhaus der Familie Ernst, später in einer kleinen Wohnung in der Rosenstraße, danach folgte der Umzug in die so genannte Bürgermeistervilla und später in das heutige Spielzeugmuseum gegenüber dem Alten Rathaus im Herzen von Soltau, das von der Stadt zur Verfügung gestellt wurde. Während sich die Spielzeugsammlung zunächst nur in einer Etage befand, füllt sie inzwischen das gesamte Haus.

Und auch dies ist inzwischen schon fast zu klein geworden, weil das in London ersteigerte Puppenhaus Dingley Hall als ganz besonderes Objekt dazu gekommen ist. Heute kümmern sich Mathias und Antje Ernst in zweiter Generation um das Spielzeugmuseum, das bis zum 1. August 2005 vollkommen ehrenamtlich geführt wurde. Auch die Aufsichten erfolgten ehrenamtlich, wobei hervorzuheben ist, dass das Spielzeugmuseum täglich geöffnet ist. Rund 30 ehrenamtlich tätige Damen und Herren teilen sich den Dienst im Spielzeugmuseum. Monika Griefahn und Lars Klingbeil waren sehr beeindruckt von diesem ehrenamtlichen Engagement. Rund 30.000 Besucher zählt das Museum pro Jahr; nur ein Drittel kommt aus der Region

Das Spielzeugmuseum passt hervorragend in das Stadtmarketing der Stadt Soltau als „Spielraum Soltau“. Es sollen in der Stadt Spielideen aufgegriffen werden, ab denen die Menschen sich beteiligen können. So ist zum Beispiel im Stadtkern ein Beachvolleyballfeld entstanden. Monika Griefahn versprach, sich bei ihrem nächsten Besuch in Soltau darüber näher informieren zu lassen.