Variante 3:
Derzeit überhaupt noch nicht im Gespräch, aber aus meiner Sicht
relativ plausibel ist eine andere Variante: Der Ausbau der B 404
zwischen Geesthacht und der A 250 mit Anschluss zwischen Radbruch
und Bardowick macht Sinn (insoweit identisch mit Variante 2). Die
B 404 hat bereits die Radien einer Autobahn und könnte relativ problemlos
4-spurig ausgebaut werden. Flaschenhals ist aber bei allen Varianten
die staugefährdete, nur 2-spurige Elbbrücke bei Geesthacht. Anschließend
könnte westlich von Lüneburg ein Teilstück der A 21 neu gebaut werden,
das bis zu B 209 führt. Die schon vorhandene B 209 führt anschließend
über die B 71 zur Anschlussstelle Soltau-Ost der A 7. Für Amelinghausen
ist schon jetzt als verkehrsberuhigende Maßnahme eine Ortsumgehung
vorgesehen, die diesen Ort entlastet. Diese Ortsumgehung von Amelinghausen
ist als "Neues Vorhaben" im Fernstraßenausbaugesetz von 1993 vorgesehen.
Es kann nur noch einmal betont werden, dass es
sich hier um langfristige Überlegungen und Planungen der Fernstraßeninfrastruktur
handelt. In den nächsten 5 bis 10 Jahren ist im Lkr. Harburg mit
großer Wahrscheinlichkeit in Sachen "Ostumgehung Hamburgs" mit keinem
Bau von Fernstraßen zu rechnen.
4. Verkehrsprobleme in Winsen-Luhdorf und Pattensen
Aktuell sind aber Verkehrsprobleme im Bereich Winsen und Pattensen.
Der Verkehr in Nord-Süd-Richtung auf der B 404 wird zunehmen, insbesondere
auch nach dem Anschluss der B 404 an die A 250 und dem weiteren
Ausbau der B 404 zur A 21 in Schleswig-Holstein (siehe oben). Autofahrer
und zunehmend auch LKW-Fahrer in Richtung Hannover fahren aber nicht
bis zum Autobahnkreuz Maschen, um dort auf die A 7 nach Hannover
zu gelangen, sondern kürzen den Weg erheblich ab, indem sie die
A 250 an der Anschlußstelle Winsen-Ost verlassen, über die Osttangente
und Winsen-Luhdorf und Pattensen (bei Winsen) zur BAB 7 - Anschlußstelle
"Thieshope" fahren. Dieser Querverkehr stellt sich zunehmend als
Belastung dar. Im Winsener Ortsteil Luhdorf könnte bei zunehmendem
Verkehr der 4. Abschnitt der Osttangente gebaut werden, der aber
in - unter Naturschutzgesichtspunkten - äußerst sensible Bereiche
eingreifen würde und deshalb seit über 10 Jahren nicht realisiert
wurde. In der Luheniederung kommen Fischotter und andere seltene
Tiere und Pflanzen vor. In Pattensen müsste dann wohl eine Ortsumgehung
gebaut werden. Diese Ausbaumaßnahmen würden einerseits zum Teil
die Winsener Ortsteile Luhdorf und Pattensen entlasten, könnten
aber andererseits noch mehr Verkehr nach sich ziehen und sind deshalb
kritisch zu betrachten. Es handelt sich hier um Kreis- und Landesstraßen,
so dass die entsprechenden Straßenbaulastträger hierüber zu befinden
haben. Eine Querverbindung zur A 7 als A 21-Verlängerung bis zur
A 7 (obige Variante 2) oder eine A 21-Verlängerung bis zur B 209
(obige Variante 3) könnte für die Winsener auf lange Sicht Entlastung
bringen.
Beigefügt ist ein Kartenausschnitt aus dem Straßenbaubericht
1999:
