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Pressemitteilung 04/2002
Donnerstag, 28. März 2002
 
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Stellungnahme zu verschiedenen Verkehrsprojekten im Rahmen der Planungen und Beratungen zur Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans

8. West- und Ostumfahrung Hamburgs, "Beerdigung" der A 263 in der alten Form

Der Landkreis Harburg und der zukünftig in großen Teilen zu meinem Wahlkreis gehörige Landkreis Soltau-Fallingbostel liegen in der Metropolregion Hamburg und sind deshalb von den Verkehrsproblemen der Hansestadt unmittelbar betroffen. Elbtunnel (A 7) und Elbbrücken (A 1) sind chronisch überlastet; die vierte Elbtunnelröhre wird wahrscheinlich nur geringe Entlastung bringen. In der konkreteren Diskussion ist daher immer wieder eine Westumfahrung Hamburgs. Große Probleme für den Landkreis Harburg zeichnen sich dagegen bei der schon vorhandenen und zunehmend stärker frequentierten Ostumgehung Hamburgs ab.

Westumfahrung Hamburgs
Seit längerem in der Diskussion ist eine westliche Umfahrung Hamburgs, die eine Verlängerung der von Rostock kommenden und bis Lübeck führenden A 20 wäre und zwischen Hamburg und Bremen in die A 1 einmünden würde. Derzeit sind bei der Westquerung drei Varianten im Gespräch, wobei Schleswig-Holstein zur Erschließung des Raumes eher eine westlichere Variante und Hamburg unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eher eine der Hansestadt nahe, östliche Variante unterstützt. Für dieses milliardenschwere Teilstück der A 20 steht die Finanzierung in den Sternen, auch wenn es als Neues Vorhaben im chronisch unterfinanzierten Bundesverkehrswegeplan enthalten ist. Es wird auch eine private Finanzierung diskutiert. In der Gemeinde Regesbostel befürchtet man, durch die Trasse der A 20 (kurz vor dem Anschluss an die A 1) betroffen zu sein. Ich bitte hierzu um Stellungnahme über den Sachstand und die Perspektiven. Man muss in diesem Zusammenhang die Verkehrsprognosen bei einem Rückgang der Bevölkerung im ländlichen Raum betrachten.

Ostumfahrung Hamburgs
Weniger intensiv diskutiert wird eine Ostumfahrung Hamburgs. Sie besteht de facto in Form der A 21 und im weiteren Verlauf der B 404 mit der Elbquerung in Höhe Geesthacht. Es ist davon auszugehen, dass der Verkehr auf den schon vorhandenen Straßen auch im Südosten Hamburgs enorm zunehmen wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Westumfahrung nicht oder nicht zeitnah realisiert wird.

a) Die A 21-Planungen nach dem Fernstraßenausbaugesetz in Schleswig-Holstein
Die in Nord-Süd-Richtung verlaufende B 404 wird in Schleswig-Holstein in mehreren Abschnitten zur A 21 ausgebaut. Teilweise ist der Ausbau in Höhe von Neumünster und zwischen Bad Oldesloe und Hammoor schon realisiert, im übrigen ist fast der ganze Abschnitt zwischen Kiel und der A 24 kurz vor Schwarzenbeck für den Ausbau zu einer vierspurigen Autobahn A 21 als "Neues Vorhaben" im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen. Diese Strecke wird damit zur Alternativroute zu der teilweise überlasteten A 7, da sie größtenteils parallel verläuft. Damit kommen verstärkte Verkehrsströme auf den Landkreis Harburg zu, und ich bitte um entsprechende Kompensationsmaßnahmen.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de