8. West- und Ostumfahrung Hamburgs,
"Beerdigung" der A 263 in der alten Form
Der Landkreis Harburg und der zukünftig
in großen Teilen zu meinem Wahlkreis gehörige Landkreis Soltau-Fallingbostel
liegen in der Metropolregion Hamburg und sind deshalb von den Verkehrsproblemen
der Hansestadt unmittelbar betroffen. Elbtunnel (A 7) und Elbbrücken
(A 1) sind chronisch überlastet; die vierte Elbtunnelröhre wird
wahrscheinlich nur geringe Entlastung bringen. In der konkreteren
Diskussion ist daher immer wieder eine Westumfahrung Hamburgs. Große
Probleme für den Landkreis Harburg zeichnen sich dagegen bei der
schon vorhandenen und zunehmend stärker frequentierten Ostumgehung
Hamburgs ab.
Westumfahrung Hamburgs
Seit längerem in der Diskussion ist eine westliche Umfahrung Hamburgs,
die eine Verlängerung der von Rostock kommenden und bis Lübeck führenden
A 20 wäre und zwischen Hamburg und Bremen in die A 1 einmünden würde.
Derzeit sind bei der Westquerung drei Varianten im Gespräch, wobei
Schleswig-Holstein zur Erschließung des Raumes eher eine westlichere
Variante und Hamburg unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eher
eine der Hansestadt nahe, östliche Variante unterstützt. Für dieses
milliardenschwere Teilstück der A 20 steht die Finanzierung in den
Sternen, auch wenn es als Neues Vorhaben im chronisch unterfinanzierten
Bundesverkehrswegeplan enthalten ist. Es wird auch eine private
Finanzierung diskutiert. In der Gemeinde Regesbostel befürchtet
man, durch die Trasse der A 20 (kurz vor dem Anschluss an die A
1) betroffen zu sein. Ich bitte hierzu um Stellungnahme über den
Sachstand und die Perspektiven. Man muss in diesem Zusammenhang
die Verkehrsprognosen bei einem Rückgang der Bevölkerung im ländlichen
Raum betrachten.
Ostumfahrung Hamburgs
Weniger intensiv diskutiert wird eine Ostumfahrung Hamburgs. Sie
besteht de facto in Form der A 21 und im weiteren Verlauf der B
404 mit der Elbquerung in Höhe Geesthacht. Es ist davon auszugehen,
dass der Verkehr auf den schon vorhandenen Straßen auch im Südosten
Hamburgs enorm zunehmen wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn
die Westumfahrung nicht oder nicht zeitnah realisiert wird.
a) Die A 21-Planungen nach dem Fernstraßenausbaugesetz
in Schleswig-Holstein
Die in Nord-Süd-Richtung verlaufende B 404 wird in Schleswig-Holstein
in mehreren Abschnitten zur A 21 ausgebaut. Teilweise ist der Ausbau
in Höhe von Neumünster und zwischen Bad Oldesloe und Hammoor schon
realisiert, im übrigen ist fast der ganze Abschnitt zwischen Kiel
und der A 24 kurz vor Schwarzenbeck für den Ausbau zu einer vierspurigen
Autobahn A 21 als "Neues Vorhaben" im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen.
Diese Strecke wird damit zur Alternativroute zu der teilweise überlasteten
A 7, da sie größtenteils parallel verläuft. Damit kommen verstärkte
Verkehrsströme auf den Landkreis Harburg zu, und ich bitte um entsprechende
Kompensationsmaßnahmen.