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Pressemitteilung 15/2002
Dienstag, 2. Juli 2002
 
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21 Ziele für das 21. Jahrhundert: Die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung für eine nachhaltige Entwicklung, Perspektiven für ein zukunftsfähiges Deutschland im 21. Jahrhundert
Monika Griefahn MdB referierte und diskutierte in Stelle

Auf Einladung des SPD-Ortsvereins Stelle referierte und diskutierte jetzt die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn zum Thema "21 Ziele für das 21. Jahrhundert".

Schwerpunkt ihres Referats war die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung für eine nachhaltige Entwicklung und die Perspektiven für ein zukunftsfähiges Deutschland im 21. Jahrhundert.

Monika Griefahn MdB und Siegfried Meyer
Monika Griefahn MdB und der Steller SPD-
Ortsvereinsvorsitzende Siegfried Meyer

Das Bundeskabinett hat am 17. April 2002 die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Diese Strategie bildet den deutschen Beitrag zum Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung, der vom 26. August bis 4. September dieses Jahres in Johannesburg stattfindet. Die Nach-haltigkeitsstrategie zeigt mit dem Leitbild sowie 21 Zielen und Indikatoren für eine nachhaltige Entwicklung Wege und Perspektiven für ein zukunftsfähiges Deutschland im 21. Jahrhundert auf.

 

Die Rede Monika Griefahns zum Thema:

"Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde, aber kaum einer weiß, was eigentlich damit gemeint ist. Der Begriff entzieht sich der allgemeinen Zugänglichkeit, weil er nicht wirklich greifbar ist.

Ich möchte heute Abend dazu beitragen, dass sich dies ändert, denn Nachhaltigkeit ist Grundvoraussetzung jeder Zukunftspolitik. Nachhaltigkeit steht für den Bau von Brücken in die Zukunft. Ökologie, Ökonomie, Soziales, und, wie ich hinzufügen möchte, die Kultur, sind dabei keine Gegensätze.

Ich werde deshalb zunächst auf ein paar allgemeine Aspekte der Nachhaltigkeit eingehen und werde dann konkrete Maßnahmen vorstellen.

Nachhaltigkeit ist zuerst ein europäisches Konzept. Mit ihm verbinden sich drei große Ideen der europäischen Moderne: Gerechtigkeit, Demokratie und Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.
Nicht von ungefähr haben die europäischen Regierungschefs Olof Palme, Willy Brandt und Gro Harlem Brundtlandt als Vorsitzende von drei unabhängigen Kommissionen der Vereinten Nationen die entscheidenden Fundamente gelegt:

  • Olof Palme mit den Empfehlungen für eine gemeinsame Sicherheit,
  • Willy Brandt mit dem Nord-Süd-Bericht und
  • Gro Harlem Brundtlandt mit der Zusammenführung von Umwelt und Entwicklung.

Von der Brundtlandt-Kommission (1987) stammt auch die allgemein akzeptierte Definiton der Nachhaltigkeit:

Demnach ist Nachhaltigkeit "eine Entwicklung, die die Bedürfnisse gegenwärtiger Generationen deckt, ohne die Möglichkeiten der zukünftigen Generationen zu beeinträchtigen".

Diese Definiton wurde nach dem Erdgipfel in Rio 1992 von den meisten Staaten anerkannt.

Weitere wichtige Weichenstellungen waren, dass die Regierungskonferenzen in Lissabon und Göteborg die Politik der Europäischen Union auf das Konzept der Nachhaltigkeit verpflichtet haben. Ein geeintes und politisch starkes Europa hat für diese Gestaltungsaufgabe mehr Möglichkeiten als andere Erdregionen.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de