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Pressemitteilung 15/2002
Dienstag, 2. Juli 2002
 
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21 Ziele für das 21. Jahrhundert: Die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung für eine nachhaltige Entwicklung, Perspektiven für ein zukunftsfähiges Deutschland im 21. Jahrhundert
Monika Griefahn MdB referierte und diskutierte in Stelle

Nachhaltigkeit ist ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Ansatz zur Gestaltung der Globalisierung. Dafür muss aber die Europäische Union dieses Konzept mit der notwendigen Konsequenz verfolgen. Auf eine derartige Alternative gegen den heutigen Unilateralismus hoffen viele Entwicklungs- und Schwellenländer, wie sich bei internationalen Verhandlungen, besonders bei den UN-Konferenzen zum Klimaschutz, immer deutlicher zeigt.

Zum Testfall, ob eine nachhaltige Entwicklung als Modell für die Globalisierung taugt, wird der weitere Integrations- und Erweiterungsprozess der Europäischen Gemeinschaft werden. Wenn es gelingt, die Integration zu vertiefen und mit der Erweiterung auch die Unterschiede und Ungleichheiten zwischen und in den Mitgliedsstaaten zu verringern, zugleich aber die Vielfalt der europäischen Kulturen zu bewahren und die menschliche Kreativität für mehr Wirtschafts- und Lebensqualität zu nutzen, dann kann dieser Einigungsprozess zum Vorbild für die Ausgestaltung der Weltgesellschaft werden.

Ein erster strategischer Reformschritt wäre in der Europäischen Union ein Bündnis von Arbeit und Umwelt, um einerseits die Ressourcenabhängigkeit und Umweltzerstörung drastisch zu verringern und andererseits zu einer höheren Produktivität beim Einsatz von Energie und Rohstoffen zu kommen, die bisher weit hinter den Möglichkeiten zurückbleibt. Damit können zwei zentrale Fundamente des europäischen Sozialmodells - Erwerbsarbeit und Sozialsysteme - stabilisiert und mit dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen verbunden werden.

Soviel zur allgemeinen politischen Lage in der Nachhaltigkeitspolitik auf europäischer und globaler Ebene. Was aber bedeutet es nun konkret hier in Deutschland, wenn wir Nachhaltigkeit als Brücke in die Zukunft betrachten?

Am 17. April 2002 hat das Bundeskabinett die "Nationale Nachhaltigkeitsstrategie" verabschiedet. Diese Strategie ist der deutsche Beitrag für den Erdgipfel in Johannesburg im August und September diesen Jahres. Hier sollen 10 Jahre nach Rio konkrete Handlungspläne erarbeitet werden. Die zentrale Frage dort wird lauten: "Wer tut was und auf welchem Gebiet?". So sah es Bundesumweltminister JürgenTrittin.

 
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