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Pressemitteilung 15/2002
Dienstag, 2. Juli 2002
 
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21 Ziele für das 21. Jahrhundert: Die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung für eine nachhaltige Entwicklung, Perspektiven für ein zukunftsfähiges Deutschland im 21. Jahrhundert
Monika Griefahn MdB referierte und diskutierte in Stelle

Nun haben wir in den letzten Jahren eher akademisch über den Begriff der Nachhaltigkeit diskutiert und damit weite Teile der Bevölkerung außen vor gelassen. Die Bundesregierung hat schon in ihrer Koalitionsvereinbarung von 1998 beschlossen, auf diesem Gebiet Abhilfe zu schaffen. Es wurden ein "Rat für nachhaltige Entwicklung" sowie das sog. Grüne Kabinett unter Leitung von Staatsminister Bury eingerichtet. Der Rat hat Dialogforen eingerichtet, an denen sich alle Bürger schriftlich oder per Internet an der Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie beteiligen konnten. Und auch nach der Verabschiedung gibt es weitere Dialoge, die sich nun um die Durchführung und Überprüfung der Strategie drehen.

Mit diesen Maßnahmen ist ein großer Schritt in Richtung einer gesellschaftlichen Verankerung des Konzeptes der Nachhaltigkeit gemacht worden. Das ist Grundvoraussetzung für die konkreten Maßnahmen. Wir haben auf diesem Gebiet nun schon einiges vorzuweisen, es reicht aber bei weitem noch nicht aus.

Sehr problematisch ist unser aktuelles Modell von Mobilität und Verkehr. Die grenzenlose Mobilität auf der Straße und im Luftraum schlägt langsam um in eine Immobilität: Staus und Warteschleifen. Diese Mobilität ist nicht nur umweltschädigend, sie funktioniert auch immer weniger.

Der Klimawechsel hat sein erstes Opfer unter den Staaten gefunden: der Inselstaat Tuvalu muss aufgegeben werden, weil er im Pazifik versinkt.

Diese Beispiele zeigen deutlich: wir müssen praktisch werden. Das ist die nationale und internationale Herausforderung in der Nachhaltigkeitspolitik. Gerade in der Verkehrspolitik ist viel zu leisten, sonst kommen wir nie von den hohen CO2-Ausstössen weg. D.h., wir brauchen intelligente Verkehrssysteme wie in der brasilianischen Stadt Curitiba. Dort, einem Mekka für Verkehrsplaner, gibt es ein nicht-subventioniertes Stadtbussystem, das sich rechnet und die Leute vom Auto wegbringt. Von solchen Modellen müssen wir lernen.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de