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"Gesicht zeigen! im Landkreis Harburg"
Montag, 17. September 2001
 

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Gemeinsam den Horizont erweitern
Nachdenklichkeit prägte den Auftakt von "Gesicht zeigen!"

Ein paar 100 Besucher kamen zur Veranstaltung der Gruppe gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit.

Bericht in den Harburger Anzeigen und Nachrichten vom 14.09.2001
Von Claudia Michaelis

Buchholz. So wie Elke Cherian von der Deutsch-Indischen Gesellschaft in Winsen dachten alle, die am Sonnabend in die Buchholzer Schützenhalle gekommen waren: "Gerade jetzt, nach den Ereignissen in den USA ist diese Veranstaltung umso wichtiger." Während überall im Kreisgebiet Feste und Termine abgesagt worden waren, fand sich der Aktionskreis "Gesicht zeigen! im Landkreis Harburg' wie geplant zu seiner großen Auftaktveranstaltung In der Nordheidestadt zusammen.

Zwar herrschte nicht gerade Riesenandrang in der Halle, aber einige 100 Besucher zog die erste große öffentliche Veranstaltung des Bündnisses gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit im Laufe des Nachmittags an. Während sich viele Besucher an den Ständen der 29 Vereine und Gruppen informierten, die der Arbeitskreis zum "Markt der Möglichkeiten eingeladen hatte, fanden sich zwischen den parallel stattfindenden Talk-Runden Vertreter verschiedenster Verbände und Gruppierungen immer wieder zum nachdenklichen Gedankenaustausch zusammen.

Mit einer Schweigeminute hatte der Aktionskreis zu Beginn der Veranstaltung der Opfer des Terrorangriffs gedacht. Landrat Jens-Rainer Ahrens, die Buchholzer SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn als Initiatorin von "Gesicht zeigen' und alle anderen Redner schlugen immer wieder den Bogen vorn Anliegen des Arbeitskreises hin zur Situation nach den Geschehnissen in den USA: "Wir müssenden Horizont erweitern und den Kampf gegen Rechts und Ausländerfeindlichkeit ausweiten auf alle Formen des Radikalismus, egal aus welcher Quelle er sich speist", sagte Ahrens.

Trauer über die vielen Opfer herrschte auch am Stand der Frauen aus Jesteburg, die die Besucher der Auftaktveranstaltung mit libanesischen Spezialitäten verwöhnten. Mariam Wehbi, die vor 22 Jahren aus dem Libanon in den Landkreis gekommen war, brachte am Ende die Hoffnung aller Teilnehmer am Auftakt von Gesicht zeigen" auf einen Nenner: "Jetzt ist es wichtig, dass die Leute zusammenhalten und die Nationalitäten nicht gegeneinander ausgespielt werden".