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Verkehrspolitik für den Landkreis Harburg
Freitag, 28. September 2001
 

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Verkehrspolitik für den Landkreis Harburg im Überblick

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn setzt sich seit langem dafür ein, die Verkehrsinfrastruktur im Landkreis nachhaltig zu verbessern. Eine gute Verkehrsanbindung kommt unmittelbar den Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere auch den Hamburg-Pendlern und den Wirtschaftsbetrieben zugute.

Als konkrete Verkehrsprojekte sind hier insbesondere zu nennen:
B 75 neu Ortsumgehung Dibbersen
Das 3. Gleis zwischen Stelle und Lüneburg
Doppelstockwagen für den Landkreis Harburg
Einsatz für die Bahnhöfe der Region
S-Bahn im südlichen Hamburger Umland für die Strecke Hamburg-Harburg - Buxtehude
Verkehrsregion Nordostniedersachsen
Zukunftsmusik: HVV-Tarif im Lkr. Harburg
Informationen zur Y-Trasse

B 75 neu Ortsumgehung Dibbersen

Als ein großes Problem im Straßennetz brennt vor allem den Buchholzern seit Jahren und Jahrzehnten das Thema "Ortsumgehung Dibbersen" unter den Nägeln. Mit den Jahren wurde der Verkehrsstrom immer größer, der Verkehrsfluss immer zäher und die Situation immer unhaltbarer. Mit der Eröffnung von Möbel-Kraft droht die Situation zu eskalieren. Leider konnten sich die beteiligten Gemeinden in der Vergangenheit nicht auf eine gemeinsame Variante einigen, im Gesprächen waren mehrere Ost- und Westumgehungsvarianten. Monika Griefahn unterstützt hier die Bemühungen, vor Ort zu einer Einigung zu kommen, und wird sich für eine möglichst schnelle Umsetzung des Verkehrsprojekts einsetzen. Die SPD-Fraktion im Buchholzer Stadtrat hat jüngst einen Vorschlag unterbreitet, wie die Ortsumgehung effizient und kostensparend verwirklicht werden kann. In Buchholz wird eine private Vorfinanzierung des Verkehrsprojekts diskutiert, um möglichst schnell Abhilfe zu schaffen. Auch wird eine Variante vorgeschlagen, die Rosengarten weniger berührt. Monika Griefahn bemüht sich darum, dass das Verkehrsprojekt bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans berücksichtigt wird. Das vom Bund noch zu entwickelnde und dann durchzuführende Bewertungsverfahren läuft 2001 und 2002; mit dem neuen Verkehrswegeplan ist etwa 2003 zu rechnen. Verkehrsprojekte, für die schon die Planfeststellung gelaufen ist, sind vorrangig. Deshalb ist es nachteilig, dass nach 20-jähriger Diskussion die Planungen nicht vorankommen. Auch der Ministerpräsident und die Verkehrsminister sind aktiv eingebunden. Mit der Neuwahl der beiden Bürgermeister in Rosengarten und Buchholz muss jetzt der Knoten durchtrennt werden.

Das 3. Gleis zwischen Stelle und Lüneburg

Die Eisenbahnstrecke Hamburg-Hannover gehört zu den meistbefahrenen Eisenbahnstrecken im Bundesgebiet. Neben der Strecke Hamburg-Bremen handelt es sich um eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen in Nord-Süd-Richtung. Die zunehmende Integration Skandinaviens in die EU wird zu einem weiter steigenden Verkehrsaufkommen führen. Die Kapazitätsgrenze der Strecke Hamburg-Hannover ist seit langem erreicht. Verspätungen, Warten auf Überholung, Schwierigkeiten bei der Fahrplanerstellung sind an der Tagesordnung. Insbesondere der Nahverkehr mit den Stadt- und Regionalexpresszügen leidet unter der Überlastung.

Über 20 Jahren wurde im Landkreis Harburg der Bau eines 3. Gleises zwischen Stelle und Lüneburg diskutiert. Es wurde jedoch nur geredet und nichts passierte. So hat z.B. die alte CDU/CSU/FDP-Bundesregierung das 3. Gleis nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Nach nur 17 Monaten ist es der Bundestagsabgeordneten Monika Griefahn gemeinsam mit anderen SPD-Politikern durch intensive Lobbyarbeit gelungen, die Finanzierung für das Verkehrsprojekt 3. Gleis in Höhe von 383 Millionen Mark sicherzustellen. In dem vom damaligen Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Reinhard Klimmt vorgelegten Anti-Stau-Programm ist das 3. Gleises als eines von neun Schienenverkehrsprojekten enthalten. Das 3. Gleis zwischen Stelle und Lüneburg ist sogar das einzige norddeutsche Schienenverkehrsprojekt, das berücksichtigt wurde. Diverse Schreiben und zahlreiche Gespräche Monika Griefahns mit dem früheren Bundesverkehrsminister Franz Müntefering, dem jetzigen Verkehrsminister Kurt Bodewig, dem zuständigen Parlamentarischen Staatssekretär Lothar Ibrügger, dem früheren Bahnchef Dr. Johannes Ludewig, dem jetzigen Bahnchef Hartmut Mehdorn, dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Peter Struck sowie mit allen örtlichen SPD-Bundes- und Landtagsabgeordneten sowie mit der SPD-Kreistagsfraktion haben das Projekt entscheidend vorangebracht. Die Aufnahme in dieses Sonderprogramm ist gerade deshalb von herausragender Bedeutung, weil die alte CDU/CSU/FDP-Bundesregierung einen Bundes-verkehrswegeplan hinterlassen hat, der mit rund 100 Milliarden Mark heillos unterfinanziert war und deshalb viele baureife Projekte aufgrund mangelnder Finanzausstattung trotzdem keine Chance haben, verwirklicht zu werden. Das 3. Gleis war bislang überhaupt nicht im Bundesverkehrswegeplan enthalten, geschweige denn die Finanzierung gesichert.

Monika Griefahn begrüßt das Anti-Stau-Programm: "Die gemeinsamen Anstrengungen der örtlichen SPD-Bundes- und Landtagsabgeordneten sowie der SPD-Kreistagsfraktion tragen nun ihre Früchte. Nach jahrzehntelangem Stillstand ist nun Bewegung in die Verkehrspolitik des Lkr. Harburg gekommen. Der Bau des 3. Gleises ist Voraussetzung für Kapazitätsausweitungen und Verbesserungen im Nahverkehr. Wir müssen uns sputen, für das 3. Gleis bis Ende 2002 nach der Umweltverträglichkeitsprüfung das notwendige Planfeststellungsverfahren abzuschließen. Nachdem jahrzehntelang nur geredet wurde, muss möglichst bis Ende 2002 / Anfang 2003 die wichtige und notwendige Baureife des Projekts 3. Gleis erreicht werden. Ab 2003 kann dann gebaut werden. Nachdem die CDU das Projekt schon totgesagt hatte, ist es ein toller Erfolg, dass wir durch eine gemeinsame Aktion die Finanzierung sichergestellt haben."
Die drei SPD-Landtagsabgeordneten Uwe Harden, Silva Seeler und Brigitte Somfleth haben inzwischen erreicht, dass das Land Niedersachsen eine großen Teil der Kosten für das Planfeststellungsverfahren für das 3. Gleis vorfinanziert. Das Verkehrsprojekt ist also endlich auf einem guten Weg.

Weitere und detailliertere Informationen zum 3. Gleis in dem Artikel "Grundlegende Informationen zum 3. Gleis".