Doppelstockwagen für den
Landkreis Harburg
Ein Erfolg für die SPD-Landtagsabgeordneten Uwe
Harden, Silva Seeler und Brigitte Somfleth ist es, dass im Landkreis
Harburg verstärkt moderne Doppelstockwagen verkehren, die auch für
Behinderte wesentlich besser geeignet sind. Die modernen Doppelstockwagen
fahren jetzt nicht mehr nur auf der Bremer Strecke, sondern wurden
mittlerweile auch auf der Strecke Hamburg - Harburg - Winsen - Lüneburg
im Herbst 2000 eingeführt. Hier haben sich insbesondere das Land
Niedersachsen mit der Landesnahverkehrsgesellschaft engagiert. Das
Land Niedersachsen investiert 2001 bis 2005 knapp 1 Milliarde DM
(ca. 995 Millionen DM) in die Fahrzeugbeschaffung.
In Zukunft werden die Nahverkehrsleistungen übrigens auf diesen
beiden für den Lkr. Harburg wichtigsten Bahnstrecken voraussichtlich
nicht mehr durch die DB Regio AG, sondern durch ein privates Konsortium
unter der Führung der OHE erbracht.
Einsatz für die Bahnhöfe
der Region
Monika Griefahn MdB setzt sich seit längerem insbesondere
auch für die Bahnhöfe der Region ein. Viele Bahnhöfe im Kreisgebiet
sind verkommen und verwahrlost und bedürfen dringend einer Renovierung.
Problematisch sind der schlechte bauliche Zustand der Gebäude, fehlende
Toiletten und die fehlende Behindertengerechtigkeit vieler Bahnhöfe.
Diese Probleme sind nicht von heute auf morgen zu lösen. Monika
Griefahn hat sich bereits mehrfach an die DB AG gewandt und zum
Teil auch Ortstermine mit Vertretern der Bahn und der Gemeinden
(z.B. in Winsen) wahrgenommen, um Verbesserungen im Landkreis zu
erreichen.
Das Land Niedersachsen investiert mit seinem Nahverkehrsprogramm
2001 - 2005 rund 75 Millionen DM in die Bahnhöfe. Das Nds. Wirtschaftsministerium
hat hierzu eine Liste der geplanten / beabsichtigten Stationsmaßnahmen
herausgegeben. Im Landkreis berücksichtigt wurden Buchholz, Tostedt,
Büsenbachtal und Neu Wulmstorf:
Bahnstation Kursbuchstrecke Maßnahmen Realisierung
geplant Buchholz i.d. Nordheide 120 Komplettumbau Bahnhof 2003 /2004
Büsenbachtal 123 Erneuerung Seitenbahnsteig 2003/2004 Neu Wulmstorf
121 Neubau Bahnsteiganlagen S-Bahnverlängerung 2003/2004 Tostedt
120 Erneuerung Bahnsteiganlagen 2003/2004
Die niedersächsische Verkehrsministerin Dr. Susanne
Knorre hat außerdem ihre grundsätzliche Bereitschaft bekundet, die
weitere Nutzung des Bahnhofsgebäudes Winsen für den öffentlichen
Personennahverkehr zu unterstützen, wenn entsprechende Pläne vorgelegt
werden. Derartige Maßnahmen können mit bis zu 75 % aus Mitteln des
Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) bezuschusst werden.
Auch andere Bahnhöfe im Kreisgebiet könnten, ein Engagement der
Kommunen vorausgesetzt, von GVFG-Mitteln profitieren.
Aufgrund starken (Medien-) Drucks seitens einer
örtlichen Behinderteninitiative ist es zwischenzeitlich gelungen,
zumindest auf dem Bahnhof Winsen einen mobilen Hublift für Rollstuhlfahrer
zu stationieren, der gemeinsam mit dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband
betrieben wird.
S-Bahn im südlichen Hamburger
Umland
für die Strecke Hamburg-Harburg - Buxtehude
Seit Jahren engagieren sich die SPD-Abgeordneten
aus dem südlichen Hamburger Umland für eine bessere Anbindung an
die Metropole Hamburg. Das nördliche Umland Hamburgs ist in Sachen
S-Bahn schon seit Jahrzehnten wesentlich weiter.
Neue, moderne S-Bahn-Züge mit Zweistromtechnik können sowohl auf
den klassischen Bundesbahnstrecken mit Oberleitung als auch auf
S-Bahn-Gleisen fahren.
Am weitesten sind die Planungen für eine S-Bahn bis Buxtehude und
eventuell weiter bis nach Stade gediehen. Langfristig muss es ein
Ziel für die Region sein, auch von Harburg über Buchholz bis nach
Tostedt und von Harburg über Winsen bis Lüneburg weitere S-Bahn-Linien
einzurichten. Wegen der immensen Kosten ist aber nicht mit einer
kurzfristigen Realisierung zu rechnen.
Verkehrsregion Nordostniedersachsen
Die
SPD-Landtagsabgeordnete Brigitte Somfleth hat gemeinsam mit der
SPD-Kreistagsfraktion und den örtlichen SPD-Abgeordneten ein für
die Zukunft des Bus- und Schienenverkehrs äußerst wichtiges Thema
angestoßen: die Bildung einer Nahverkehrsgesellschaft für die südliche
Metropolregion Hamburg.
Seit der Bahnreform ist nichts mehr, wie es vorher
war. Die Deutsche Bahn Holding ist gehalten, wirtschaftlich zu handeln.
Der Schienengebundene Nahverkehr ist traditionell ein Bereich, der
Defizite bringt. Sich nicht rechnende Nahverkehrsleistungen erbringt
die Bahn deshalb nur, wenn die entsprechenden Nahverkehrsleistungen
bestellt und bezahlt werden. Der Bund stellt den Ländern über das
Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz und die Regionalisierungs-mittel
erhebliche Gelder zur Verfügung. Mit einem Teil dieser Gelder bestellt
die Landesnahverkehrsgesellschaft in Hannover Verkehrsleistungen
bei der Bahn. Während die Kreise für den Busverkehr (ÖPNV) zuständig
sind, übernimmt das Land bisher den Schienenverkehr (SPNV). Die
Kreise können aber die Zuständigkeit und die entsprechenden Mittel
auf Antrag übertragen bekommen. Die örtlichen SPD-Abgeordneten und
Mandatsträger engagieren sich dahingehend, dass sich die Kreise
in der südlichen Metropolregion Hamburg zusammenschließen und gemeinsam
die Zuständigkeit für den SPNV und ÖPNV in einer Hand übernehmen.
Nur so können in Zukunft wirkungsvoll die Interessen der Region
gegenüber der Metropole Hamburg, dem HVV und auch dem Großraum Hannover
vertreten werden und auch gegenüber den neuen Plänen der DB, stärker
in den Nahverkehr zu investieren.