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Pressemitteilung 22/2000
Dienstag, 22. August 2000
 
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"Gesicht zeigen! im Landkreis Harburg"

Zahlreiche weitere Vertreter von Bürgerinitiativen, Vereinen und Verbänden stellten ebenfalls ihre Aktivitäten vor.

In der Diskussion wurden u.a. folgende weitere Stichpunkte und Handlungsansätze genannt:

· "Rechte fühlen sich klein und organisieren sich in Kontexten, die ihnen Größe suggerieren."
· Mögliche Ursachen des Rechtsextremismus (ungeordnet, ungewichtet): fehlende, nicht ausreichende oder unwirksame Aufklärung in der Schule, fehlende Förderung der emotionalen Kompetenz bei Kindern, Gruppenbindung, soziale Desintegration, soziale Ausgrenzung, fehlende Vorbildfunktion der Eltern, Armut, Vernachlässigung, Gewalt in Familien, Arbeitslosigkeit, Kürzungen in der Familienhilfe, ethischer Werteverfall der Gesellschaft, gewaltverherrlichende Filme / Medien
· Mögliche Handlungsansätze allgemein: Prävention schon im Kindergarten, Erziehung zur Gewaltfreiheit, keine Duldung ausländerfeindlicher Parolen in der Arbeitswelt und im Privatleben, Schaffung eines Klimas gegen Rechtsextremismus, Jugendhilfemaßnahmen verbessern, Medienkontrolle gegen gewaltverherrlichende Filme, Verbot rechtsextremer Internetseiten durch Kooperation mit Providern, Vernetzung vor Ort, Polizeiausstattung verbessern (z.B. Internetzugänge), Zusammenleben mit Ausländern verbessern
· Mögliche Handlungsansätze konkret: Projekt "Schule ohne Rassismus", RESO-Straßenarbeit in Tostedt, Veranstaltungen mit Zeitzeugen, Veranstaltungen mit Fachreferenten, Plakataktion, Aufkleber, Ausstellung "Demokratie ist verletzlich" des Bundesamts für Verfassungsschutz, Flugblätter, auch zum Aushang in Betrieben, Verbreitung der Zeitung des DGB und der IG Metall gegen Rechtsextremismus, Nutzung der in Aussicht gestellt 1 Mio. DM Landesmittel für Initiativen gegen Rechtsextremismus

Monika Griefahn freute sich besonders darüber, dass auch zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene von verschiedenen Stadtjugendringen und Vereinen gekommen waren und sich aktiv an der Diskussion beteiligten.

In der Vorstellungsrunde und der anschließenden Debatte wurden neben den möglichen Ursachen von Rechtsextremismus und Jugendgewalt auch verschiedene Ansätze zur Prävention und gegen den Rechtsextremismus diskutiert.

Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass das Problem Rechtsextremismus nicht von heute auf morgen zu lösen ist. Es hat sich eine Vorbereitungsgruppe gebildet, die zunächst die verschiedenen Vorschläge für Aktionen und Maßnahmen gegen den Rechtsextremismus sammeln und bündeln will.

Auf dem nächsten Treffen des Aktionskreises "Gesicht zeigen! - im Landkreis Harburg", das voraussichtlich Anfang Dezember stattfindet, soll dann über konkrete Maßnahmen und Projekte beraten werden.

An einer Mitarbeit beim Aktionskreis "Gesicht zeigen! im Landkreis Harburg" interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich unter der Telefonnummer 04171 / 780171 (Bürgerbüro Monika Griefahn MdB) melden, um Mitglied in dem Arbeitskreis zu werden oder Anregungen für konkrete Aktionen zu geben.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de